Tecklenburg
Pankgrafen entern das Weinfest

Donnerstag, 28.08.2008, 16:08 Uhr

Tecklenburg . Weinfest – die 19.: Von 5. bis 7. September lädt die Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft (VWG) in Tecklenburgs guter Stube, dem historischen Marktplatz, ein. Vier deutsche Weingüter aus dem Breisgau, der Pfalz, von der Mosel und aus Rheinhessen werden Tecklenburg besuchen und ihre Produkte anbieten.

Tecklenburgs Weinfest ist längst weithin bekannt in der Region. Viele Stammgäste genießen das Ambiente, die edlen Tröpfchen und die gesellige Stimmung an den Tischen auf dem Marktplatz. Herbert Laven als VWG-Vorsitzendem und seiner Mannschaft gelingt es jedes Jahr aufs Neue, die altbekannten und manchmal neue Winzer nach Tecklenburg zu holen. Anhängerweise bringen sie Weinkisten mit und sind stets begeistern von dem schönen Ambiente im Burgstädtchen.

Ob spritzig, trocken, fruchtig, elegant oder schwer – die Bandbreite der Weine, die angeboten werden, ist groß. Dazu gibt es kleine Snacks wie Brezeln oder Brötchen, weilt das Publikum in geselliger Runde bei Live-Musik unter der Marktlinde.

Natürlich wird auch wieder die Eigenmarke kredenzt: Der „Tecklenburger Philosophenweg“ (ein trockener Dornfelder ) und der „Tecklenburger Burgberg “ (ein trockener Müller-Thurgau) gehören stets zum Angebot des Weinfestes. Eisbäcker Giovanni Rizzi keltert Jahr für Jahr die Trauben, die er am Burgberg erntet. 280 Liter sind es dieses Mal, die – abgefüllt in Literflaschen – erworben werden können.

Eine Weinprinzessin oder Wein-Sommeliére kommen dieses Mal nicht, doch steht dem Weinfest eine Attraktion der ganz anderen Art ins Haus, die ebenfalls perfekt ins Burgstädtchen passt: Die Pankgrafen blasen erneut zum Sturm auf Tecklenburg (wir berichteten). Die „Alte Pankgrafen Vereinigung von 1381 zu Berlin bey Wedding an der Panke“ gedenkt nach 40 Jahren erneut ihre Vasallenstadt Tecklenburg zu erobern. Damals, im Jahre 1968, hieß es höchst martialisch „Sturm auf Tecklenburg“. Es gab ein regelrechtes Heerlager, Stadtdirektor Werner Schröder wurde gar in Ketten gelegt.

Dieses Mal werden die entsprechend gewandeten Pankgrafen am Freitag, 5. September, um 17 Uhr in der Altstadt einmarschieren. Bürgermeister Brönstrup wird die Gäste gebührend begrüßen. Der Hochmeister wird zum Tecklenburger Vasallenvolk sprechen. Ab 18 Uhr treffen sich die Pankgrafen zum Empfang im Kulturhaus. Am Samstag, 6. September, wollen sie im Apfelgarten der Freilichtbühne biwakieren, bevor es um 11.30 Uhr ernst wird: Mit Kasnone und Bagagewagen marschieren die Pankgrafen vom Burgtor zur Legge – mit Gegenwehr wird gerechnet! Gut möglich, dass man den Bürgermeister ob dieser Widerborstigkeit in Ketten legt. Und: Notfalls werden die Berliner die Legge erstürmen und die Verantwortlichen bestrafen.

Doch deuten die Pankgrafen an, dass eine Versöhnung und anschließende Festigung der Freundschaft im Bereich des Möglichen liege . . .

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