Höhenflug bei Amazone
Rekordumsatz bei Amazone

Tecklenburg-Leeden -

Rückblick auf ein Rekordjahr: Die Amazone-Unternehmensgruppe hat ihren Umsatz um 36 Prozent auf 395 Millionen Euro gesteigert. Eine Zahl die die Geschäftsführung gestern bei der Einweihung einer neuen Produktionshalle nannte.

Freitag, 27.01.2012, 16:01 Uhr

Höhenflug bei Amazone : Rekordumsatz bei Amazone
Zu den Scheren griffen gestern Bürgermeister Stefan Streit, Dr. Justus Dreyer, Christian Dreyer und Dr. Stephan Evers (Mitte, von links) . Sie eröffneten die neue Halle der Amazone-Werke. Foto: Ruth Jacobus

Die Amazone-Werke wachsen weiter – räumlich in Leeden und weltweit, wenn es um den Umsatz geht. „2011 lief es richtig rund. Es war ein neues Rekordjahr “, freute sich gestern Dr. Stephan Evers , Produktionsleiter des Unternehmens. In Zahlen heißt das: Lag der Umsatz 2010 bei 290 Millionen Euro, waren es 2011 rund 395 Millionen Euro. Ein Plus von 36 Prozent. Zahlen, die man gern hörte, als gestern die neue Produktionshalle eingeweiht wurde.

1,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in das Gebäude investiert und insgesamt bereits fünf Millionen Euro im Standort Leeden, der im November 2007 eingeweiht wurde. Seitdem ist dort die Zahl der Mitarbeiter von 50 auf gut 80 gestiegen – mit Tendenz nach oben.

Er wünsche dem Unternehmen technologische Weiterentwicklung, eine positive Marktentwicklung, sichere Arbeitsplätze und spannende Aufgaben, so Evers. Gute Wünsche hatte auch Bürgermeister Stefan Streit. mitgebracht. „Dass Produkte aus Leeden weltweit vertrieben werden, macht uns stolz“, versicherte der Bürgermeister. Es sei eine wichtige Aufgabe für die Stadt, den Standort zukunftsfähig zu halten.

Zukunftsfähig ist Amazone nicht nur in Leeden. Das Familienunternehmen mit Sitz in Hasbergen produziert hochtechnologische Landmaschinen, bei denen ausgefeilte Elektronik zum Einsatz kommt. das wurde bei der Agritechnica, der weltweit wichtigsten Messe für Landtechnik, honoriert. Fünf der 35 präsentierten Amazone-Neuheiten wurden von einer Expertenkommission mit Innovationsmedaillen ausgezeichnet.

Zu den augenfälligsten Neuheiten zählten die Citan- und Condor-Sämaschinen mit bis zu 15 Meter Arbeitsbreite und die gezogene Arbeitsspritze „UX 11200“ mit einem Fassungsvermögen von 12 000 Liter.

Kein Wunder also, dass die Amazone-Produkte weltweit Arbeitnehmer finden. Der Selbstfahrer „Pantera“ beispielsweise, der unter anderem nach Japan verkauft worden ist. „Pantera“ und auch die Großflächen-Sämaschine „Primera“ werden in Leeden gefertigt.

Für das Jahr 2012 rechnet das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung um zehn Prozent. Der Erfolg des vergangenen Jahres sei unter anderem der Firmenpolitik zu verdanken: In den ruhigeren Jahren 2009 und 2010 sind Produktpalette und Serviceangebote weiter ausgebaut worden. „Damit sind wir gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen“, schildert Geschäftsführer Christian Dreyer . „Mit innovativen Maschinen und Verfahren, die mehr Leistung mit weniger Aufwand schaffen, setzen wir bei Landwirten und Lohnunternehmen immer wieder neue Investitionsimpulse“, fügt Dr. Justus Dreyer hinzu, ebenfalls Geschäftsführer des Unternehmens.

Beide blicken angesichts der Entwicklung optimistisch in die Zukunft. Vor dem Hintergrund der stark wachsenden Weltbevölkerung und knapper werdenden landwirtschaftlichen Nutzflächen sehen die Amazone-Geschäftsführer für die Landwirtschaft und Landtechnik auch mittel- und langfristig gute Perspektiven. Ziel des Unternehmens: ein Gesamtumsatz von 500 Millionen Euro. „2012 werden wir es noch nicht schaffen, doch mittelfristig rückt diese Zahl in greifbare Nähe“, lautet ihre Prognose.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen auch neue Märkte erschlossen werden. Süd- und Nordamerika sind interessant. Eine Umsatzsteigerung soll auch in China erreicht werden.

Ein großer Markt liegt in Osteuropa. „Polen ist sehr wichtig geworden“; erläutert Christian Dreyer. Auch die Ukraine und Kasachstan sowie die baltischen Staaten hätten sich sehr gut entwickelt. 25 Prozent des Amazone-Umsatzes werden mittlerweile in Osteuropa erzielt.

Aus der großen, weiten Welt zurück nach Leeden: Dass Amazone dort vor gut vier Jahren ein passendes Domizil gefunden hat, bezeichnet Justus Dreyer als „Glücksfall“. Zumal der Standort auch – anders als in Hasbergen-Gaste – die Möglichkeit bietet, sich räumlich noch weiter auszudehnen.

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