Fulminanter Start in die Saison
Pfingst-Gala auf der ausverkauften Freilichtbühne / Standing ovations von Anfang an

Tecklenburg -

Standing ovations, Jubelrufe – rund 2500 Fans feiern ihre Musical-Stars. Das war nicht der begeisterte Abschluss der „Pfingst-Gala“, sondern der Beginn. Das Publikum riss es bereits von den Sitzbänken, als die acht Top-Solisten zum ersten Mal auf die Bühne kamen und für einen furiosen Auftakt sorgten. Bei „Time of my live“ kam sogleich eine prächtige Stimmung auf, die den ganzen Abend über anhalten sollte. Einen besseren Start in die Musical-Saison kann es nicht geben.

Dienstag, 29.05.2012, 20:05 Uhr

Fulminanter Start in die Saison : Pfingst-Gala auf der ausverkauften Freilichtbühne / Standing ovations von Anfang an
Das gefällt Patrick Stanke: Im Mozart-Kostüm balanciert er auf den Bänken mitten durchs Publikum. Die Musical-Fans sind von der Gala begeistert. Foto: Detlef Dowidat

„Musical meets Pop“ – das ist eine geniale Mischung aus bekannten Musical-Songs, Rock-Klassikern, Popballaden und – mit Spannung erwartet – Stücken aus den Musicals der aktuellen Saison. Zusammengestellt von Sascha Krebs , Intendant Radulf Beuleke und den beteiligten Künstlern war der Mix vielseitig. Sabrina Weckerlin, Pia Douwes, Anna Thorén, Wietske van Tongeren, Mark Seibert, Yngve Gasoy-Romdal, Patrick Stanke und Sascha Krebs sowie Klaus Hillebrecht mit seiner Gala-Band versprühten an diesem lauen Frühlingsabend gute Laune pur. Allein fünf dieser Musical-Stars werden in „Marie Antoinette“ auf der Bühne stehen. Sie gaben einen Vorgeschmack, der einfach Appetit macht auf das Musical. Wietske van Tongeren beispielsweise. Mit „Somewhere out there“ eröffnete sie eindrucksvoll das Programm der Solisten, sorgte gar im Duett mit Pia Douwes, der „Grand Dame des Musicals“, für Gänsehaut-Feeling mit dem Song „Rebecca“. „Please don´t let me go“ bat Anna Thorén – und bekam von Radulf Beuleke gleich die passende Antwort. „Wir lassen sie nicht gehen“, verkündete der Moderator gut gelaunt. Schließlich verkörpert die begabte Schwedin die „Marie Antoinette“. Gestern haben die Proben begonnen. Ihr Gegenpart ist Margrid Arnaud, eine Rolle die perfekt zu Sabrina Weckerlin passt. Starke Frau, starke Stimme, starker Song: „Ich weine nicht mehr“ ging unter die Haut. Ob Diva oder Rock-Röhre. Sabrina Weckerlin kommt immer überzeugend rüber. Die Herrenriege stand der Damenwelt in nichts nach. Ob Yngve Gasoy-Romdal (der Kardinal aus den „3 Musketieren“ spielt in Maria Antoinette den Cagliostro) oder Mark Seibert (umjubelt als „Tod“ in „Elisabeth“) – sie brachten das Publikum zum Jubeln. Als dann noch Sascha Krebs mit „Eye of the Tiger“ über die Bühne rockte, schien die Stimmung kaum steigerungsfähig. Allerdings fehlte noch der Vierte im Bunde: Patrick Stanke. Allein die Ankündigung dieses sympathischen Stars elektrisierte die Fans. „Ich bin Musik“, so sein Song aus „Mozart“, der auch sein Lebensmotto sein könnte. Als „Verrückter mit `ner tollen Stimme“ bezeichnete ihn Radulf Beuleke – und behielt recht. Wer sonst springt mitten ins Publikum und balanciert singend über die Banklehnen? Wer sonst rockt mit einer Wasserpistole los und verpasst dem Publikum eine nasse Dusche? Mit „You can‘t stop the beat“, einem rockigen Song aus „ Hairspray “, verabschiedete sich das Ensemble in die Pause. Raus aus den eleganten Roben, rein in Jeans und grelle Shirts: Der rockig-poppige Teil der Gala stand an. Die vier Damen als begnadete Rockröhren mit übersprühendem Temperament animierten das Publikum gar zur „La-ola-Welle“. Top-Hits von Adele oder Oldies ließen bis zum grandiosen Finale kaum Zeit zum Atemholen. Doch vor dem letzten Song, da hieß es noch einmal innehalten: Die Freilichtbühne sei immer auch eine Talentschmiede gewesen. Und nun glaube man, wieder eine ganz besondere Stimme gefunden zu haben, kündigte Beuleke an: Alina Arenz spielt in dem Familienmusical „In 80 Tagen um die Welt“ die Prinzessin Aouda. In der Tat hat die junge Darstellerin Stimme und Ausdruckskraft, die aufhorchen und noch einiges erwarten lassen. Wunderkerzen wurden im Publikum entzündet, das es wieder einmal nicht auf den Bänken hielt. Bleiben noch weitere Punkte zu erwähnen, die den Abend perfekt machten. Da ist zum Einen die humorvolle, lebendige und auch spontane Moderation von Radulf Beuleke und Sascha Krebs – seit Jahren ein eingespieltes Team. Zum anderen sind es die vier tollen Background-Sänger und die wirklich spitzenmäßige Gala-Band rund um Klaus Hillebrecht und natürlich die Helfer im Hintergrund. Allen galt der Dank des Intendanten, der seit 20 Jahren „große Arbeit“ leistet, wie es Sascha Krebs ausdrückte. „Das macht der Mann alles ehrenamtlich“, rief Krebs dem begeistert applaudierenden Publikum zu. „Was wäre ich ohne den Verein, ohne die Basis, die ganzen Leute, die helfen – und ohne meine Familie?“, gab er den Dank weiter. Ein perfekter Abschluss für eine Gala, die schöner kaum hätte sein können.   | Weitere Bilder im Internet-Auftritt dieser Zeitung

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