Ein Sommernachtstraum
Pralles Sommertheater voller Niveau

Tecklenburg -

„Ein Sommernachtstraum“, diese Komödie von William Skespeare hat der Literaturkursus der Jahrgangsstufen 11 und 12 des GAG jetzt auf die Bühne gebracht. Die Premiere begeisterte.

Donnerstag, 28.06.2012, 23:06 Uhr

Ein Sommernachtstraum : Pralles Sommertheater voller Niveau
Die Waldgeister haben Spaß daran, die Menschen zu verwirren. Foto: Monika Höhl

Einen rundum reizvollen Theaterabend erlebten am Dienstagabend die Zuschauer in der Aula des Graf-Adolf-Gymnasiums bei der Premiere von William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum “. Die Inszenierung des Literaturkurses der Jahrgangsstufen 11 und 12 unter Regie der stellvertretenden Schulleiterin und Englischlehrerin Kerstin Plikat-Schlingmann begeisterte in den schauspielerischen Leistungen, dem fantasievoll gestalteten Bühnen- und Kostümbild und in den Licht- und Soundeffekten.

Unter den Komödien Shakespeares hat der „Sommernachtstraum“ sicher den stärksten Bezug zur Natur und deren vielfältigen Erscheinungen. Es verbindet die traditionellen Komödienthemen von Liebe, Hass und Eifersucht, von Macht, Manipulation und Ohnmacht der Menschen mit einer freundlichen und lustigen Nebenwelt aus Waldgeistern und Elfen, die auf das Schicksal mit Zauber, Säften und Düften Einfluss nehmen.

Die Inszenierung zeigt, dass hier mit viel Gespür für den Text und die Kernaussagen Shakespeares gearbeitet worden ist. Atmosphärisch trifft die Aufführung voll ins Schwarze.

Nur auf den ersten Blick scheint die Welt in Athen in Ordnung. Der Herzog von Athen, Theseus, will Hippolyta, die Königin der Amazonen heiraten. Egeus, ein angesehener Bürger Athens, möchte seine Tochter Hermia mit dem Richtigen verheiraten. Sein Richtiger ist der Demetrius, der Hermia auch zur Frau möchte. Aber dann kommt alles anders, und ein Verwirrspiel um Eifersucht, Liebe und Unvernunft beginnt, in dem Shakespeare in schneller Folge und in sehr humoristischer Weise spontane Gefühlswechsel, Schwüre ewiger Liebe und Abneigungen aufeinander folgen lässt. Alle geraten in einen Wald, der von Waldgeistern beherrscht wird, die einfach Spaß am Unsinn haben. Puck, ein dreister Elf, treibt es besonders bunt.

Insgesamt ist es ein temporeiches Verwirrspiel. Dazu tragen auch die wunderlichen Handwerker bei, die mit ihrem kleinen Theaterstück den Herzog ehren wollen und Teil des verrückten Treibens werden. Nur die Naturgeister können jene Ordnung in die verwirrten Gefühle bringen, die der Zuschauer bereits zu Beginn für das Happy End erahnt.

Diese Inszenierung ist pralles und niveauvolles Sommertheater, das keinen Zuschauer unberührt lässt: Fast alle Mitglieder des Literaturkurses stehen auf der Bühne, alle haben gemeinsam Dialoge, Bühnenarrangements, Kostüme und Masken entwickelt. Alles verschmilzt während der Aufführung zu einer so authentischen und sympathischen Einheit, dass viele Zuschauer eng zwischen Heiterkeit, Rührung und Verwunderung stehen – und sich in vielen Reaktionen und Gefühlen selbst erkennen. Und genau so hat es Shakespeare ganz sicher auch gewollt. Eine ideenreiche und sehenswerte Inszenierung mit faszinierenden Einblicken in die rätselhafte Macht der Natur auf die Menschen.

Weitere Aufführungen sind heute und am Montag, 2. Juli, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse jeweils ab 18.30 Uhr und in der Eingangshalle des Gymnasiums während der großen Pausen (9.50 bis 10.10 Uhr und 11.40 bis 12 Uhr) sowie auch in der Buchhandlung Howe in Tecklenburg.

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