Kinderschutzfachkraft
Wohl des Kindes stets im Auge

Tecklenburg -

Tecklenburg. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LWL-Jugendheims haben nach einer mehrmonatigen Ausbildung die Zertifikate als Kinder Kinderschutzfachkraft erworben.

Mittwoch, 13.02.2013, 20:02 Uhr

In einem mehrmonatigen Kursus des Instituts für Soziale Arbeit in Münster (ISA) haben jetzt 25 Mitarbeiter des LWL-Jugendheims Tecklenburg das Zertifikat zur Kinderschutzfachkraft erworben.

„Dies ist ein weiterer Meilenstein, mit dem sich unsere Einrichtung als professioneller Kooperationspartner der Jugendämter in Fragen des Kinderschutzes anbieten kann“, sagte Almut Wiemers , Leiterin des LWL-Jugendheims Tecklenburg, bei der Übergabe der Zertifikate. Damit verfüge das LWL-Jugendheim Tecklenburg nun über einen sehr qualifizierten Pool an Fachkräften rund um das Thema „Kinderschutz“, der Fachkräfte innerhalb der Einrichtung sowie Fachkräfte von Jugendämtern und anderen kooperierenden Institutionen bei Gefährdungseinschätzungen unterstützen könne, so Wiemers weiter.

„Wir arbeiten in fast allen Fällen im Auftrag des Jugendamtes und übernehmen in der Arbeit mit den jungen Menschen und ihren Familien auch Verantwortung für das Kindeswohl“, erläutert Wiemers. „Vor allem wenn die Hilfe dazu dienen soll, eine Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden, benötigen unsere Fachkräfte einen geschulten und präzisen Blick, ob die getroffenen Hilfemaßnahmen ausreichen oder ob wir dem Jugendamt weitergehende Maßnahmen empfehlen müssen.“

Das Gesetz schreibt eine Gefährdungseinschätzung im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte vor. „Als Kinderschutzfachkräfte können wir auf der Basis anerkannter und bewährter Methoden mit Kollegen aus der Einrichtung, zum Teil auch gemeinsam mit den Fachkräften des Jugendamtes, die Situation in der Familie einschätzen. Dieses Vorgehen hat sich bereits in der Praxis bewährt und gibt allen Beteiligten Handlungssicherheit“, berichtet Annette Janßen, Teamleiterin der Ambulanten Erziehungshilfen Ibbenbüren, die beim LWL-Jugendheim Tecklenburg angesiedelt ist.

„Auch gegenüber den Eltern können wir unsere Einschätzung so in vielen Fällen transparenter gestalten“, betont Gabriele Schüller, Mitarbeiterin der Mutter-Kind-Einrichtung des LWL-Jugendheims Tecklenburg. „Gerade für die von uns betreuten Mütter mit kleinen Kindern ist es wichtig, ganz konkret zu wissen, warum die Fachkräfte der LWL-Einrichtung, des Jugendamtes oder eine Familienrichterin eine Gefährdung des Kindeswohls sehen und was sie genau verändern müssen, damit die Kinder dauerhaft bei ihnen leben können.“

Wenn Kinder schon außerhalb des Elternhauses in einer Wohngruppe des LWL-Jugendheims Tecklenburg leben, sind ebenfalls professionelle Risikoeinschätzungen gefragt. Oft gibt es regelmäßige Besuche in der Familie oder die Rückkehr in das Elternhaus wird angestrebt. „Hier müssen wir das Kindeswohl immer im Blick haben und eine fachlich fundierte Einschätzung treffen, ob und unter welchen Bedingungen eine Rückkehr in die Familie realistisch ist“, ergänzt Andrea Dietrich, Leiterin der Diagnosegruppe.

Als Einrichtung der Erziehungshilfe bietet das LWL-Jugendheim Tecklenburg eine breite Palette an Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in stationären Wohngruppen, Mutter-Kind-Einrichtungen, Tagesgruppen sowie in Form ambulanter Hilfen an.

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