Karte oder Bürgerpreis
Ehrenamt würdigen – aber wie?

Tecklenburg -

Die Stadt möchte ehrenamtliches Engagement würdigen. Ob mit einer Ehrenamtskarte oder einem Bürgerpreis, darüber diskutierte der haupt- und Finanzausschuss.

Donnerstag, 06.02.2014, 07:02 Uhr

Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren, ist in Tecklenburg nicht schwer. Ob in Interessengemeinschaften und Vereinen, in der Feuerwehr oder Nachbarschaften: „Wir haben viele, die sich doppelt und dreifach engagieren“. Das betonte Bürgermeister Stefan Streit am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Um diesen Einsatz zu würdigen, schlägt die Stadtverwaltung die Einführung eines „ Bürgerpreises “ vor.

Darüber entscheiden soll nach der Kommunalwahl im Mai der neue Stadtrat, empfahl der Ausschuss. Die Kommunalpolitiker werden sich dann auch mit der Frage befassen müssen, ob eine Ehrenamtskarte eingeführt wird. Das ist eine Forderung der CDU .

Der „Bürgerpreis“ besteht aus Nadel, Medaille und Urkunde. Hinter einer Ehrenamtskarte stecken verschiedene Vergünstigungen. In anderen Kommunen gewähren auch Geschäftsleute den Trägern der Karte Rabatte.

Beides einzuführen habe einen „inflationären Charakter“, sprach sich die CDU-Fraktionsvorsitzende Anja Karliczek für die Ehrenamtskarte als Zeichen der Wertschätzung aus. Die Christdemokraten wollen nun Details erarbeiten. Dabei geht es unter anderem um die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um eine Ehrenamtskarte zu bekommen. In anderen Kommunen müssen beispielsweise mindestens 250 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Jahr geleistet worden sein.

Die Ehrenamtskarte bedeute zusätzliche, organisatorische Arbeit, betonte Bürgermeister Stefan Streit. Wohl auch deshalb sei die Karte in anderen Kommunen nicht eingeführt worden. Er bat um konkrete Vorschläge. Die Karte könnte auch in Zusammenhang gebracht werden mit dem Bürgerpreis.

Beides nebeneinander einzuführen, das halte die SPD für unglücklich, meinte Lothar Golde. Er warnte zudem davor, die Verwaltung noch mehr zu belasten.

Jedenfalls ist jetzt Zeit genug, die jeweiligen Vor- und Nachteile abzuwägen. Und der neue Stadtrat weiß bereits, welches Thema auf ihn zukommt.

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