Westlicher Kleeberg feuert Karneval
Narren nehmen die Baustellen aufs Korn

Tecklenburg-Brochterbeck -

„Tradition erhalten und Nachbarschaft leben, danach wollen wir heute mit Fröhlichkeit streben.“ Unter dieses Motto hatte die Fastnacht westlicher Kleeberg ihr Karnevalsfest gestellt.

Sonntag, 23.02.2014, 23:02 Uhr

„Tradition erhalten und Nachbarschaft leben, danach wollen wir heute mit Fröhlichkeit streben.“ Unter dieses Motto hatte die Fastnacht westlicher Kleeberg ihr Karnevalsfest gestellt. 55 Jahre Fastnachtsgemeinschaft, 55 Jahre Zusammenhalt und so manchen anderen Jahrestag wie zehn Jahre 12-Zylinder, all das galt es von den bunt kostümierten Nachbarn zu feiern. Und gefeiert wurde prächtig in der „Historischen Gaststätte Franz“.

Sehen und hören lassen konnte sich auch das Programm, durch das Ralf Klaas souverän führte. Den Auftakt machte der fröhliche Landarzt Dr. Hans Ludwig Klein . In seiner altbekannten Art startete er ein Bombardement an Themen aus dem vergangenen Jahr. Angefangen vom Papst-Rücktritt, über die Begebenheiten im Bistum Limburg, Steuerhinterziehungen, NSA-Affäre und Olympia 2014 bis nach Brochterbeck. Hier ging es um die Baustelle am Mühlenteich. Auch sonst scheint in diesem Ort viel Potenzial zu stecken, denn Bürgermeister, ein Landtagsabgeordneter und eine Bundestagsabgeordnete – sie kommen alle aus Brochterbeck.

Riesenapplaus bekamen auch die „Sprekel 2050“ für ihre Darbietung. Inka und Markus Sprekelmeyer boten schwungvoll und mit viel Spaß, Musik und Tänzen Szenen einer Beziehung vom Kennenlernen bis hin in den Alltag.

Mit ihrer Hymne begann der zehnte Auftritt der 12-Zylinder unter der Leitung von Werner Kluck. Musikalisch gekonnt schilderten sie wieder anhand bekannter Melodien mit ortsbezogenen Texten das Leben im Ort. Über wie viele Themen sie schon berichtet hatten, zeigte ihr Potpourri aus den vergangenen zehn Jahren. Als Dank für die musikalische Leitung erhielt Werner Kluck einen neuen Zylinder und einen Schal – Markenzeichen der 12-Zylinder.

Für Gelächter sorgte anschließend Manuela Wieschebrock, die als Frieda vom Dammweg in neuem Outfit wieder viel zu berichten wusste: von ihrem Sohn Reinhard, der Nachbarin Olinde, ihrer Schwiegertochter Anita und von der englischen Königsfamilie. Wie immer ohne Punkt und Komma.

Ein Ballett der etwas anderen Art zeigte das Theater vom Kleeberg. Mit einem schmissigen Marsch traten „kleine Damen und Herren“ auf die Bühne und zogen das Publikum in ihren Bann. Unter der Leitung von Maria Drees zeigten die Damen und Herren ihre Knie auf eine besondere Weise.

„Ein Jahr nicht da und schon geht alles drunter und drüber.“ So begann Dorfchronist Andrea Voß seine Büttenrede. Er berichtete in der ihm eigenen Art über das Geschehen in der Weltpolitik, das „Großprojekt Gasthaus Franz“, die Baustelle Moorstraße, Bürgerradweg und Alpakas. Sein gekonnter Vortrag wurde mit viel Applaus und einer Rakete belohnt. Noch diesem gelungenen, närrischen Programm wurde mit viel Spaß bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. 

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