Matthias-Claudius-Haus
Ein Heim mit Wohlfühl-Charakter

Tecklenburg -

Nach Ostern ziehen die ersten Bewohner ein in den neuen Anbau am Matthias-Claudius-Haus. „Es läuft alles fristgerecht“, freut sich Hausleiter Michael Huse. Und ist erleichtert, dass die Bauarbeiten dann abgeschlossen sind und wieder mehr Ruhe einkehrt auf das Gelände am Bodelschwingh-weg. Derzeit wird aber noch an allen Ecken gearbeitet.

Donnerstag, 20.03.2014, 06:03 Uhr

Entstanden ist nicht nur der Anbau im vorderen Bereich. Auch am Altbau sind vier weitere Zimmer geschaffen worden. Neue, tiefer gezogene Fenster sorgen zudem dafür, dass die Bewohner im Rollstuhl sitzend ungehindert aus dem Fenster schauen können. Auch die Betonbrüstung an den Balkonen wurde abgesägt und durch Geländer ersetzt, damit ein freier Blick in die Natur möglich ist. Die alten Pflegebäder auf den Etagen werden umgebaut zu Gemeinschafts-Wohnzimmern.

In dem vorderen Anbau finden acht Bewohner Platz. Neben deren Badezimmern gibt es dort noch ein großes „Wohlfühlbad“. Eine kleine Küche, gemütliche Sitzecke und jahreszeitlich passende Dekorationen sollen dazu beitragen, dass man sich wie zu Hause fühlt.

Sind alle Bauarbeiten abgeschlossen, geht es an die Neugestaltung der Gartenanlagen. Stationen zum Verweilen werden eingerichtet. Es soll einen „Naschgarten“ mit Obst geben sowie ein Jahreszeitenbeet, in dem immer etwas blüht. Es wird alles begradigt und somit ebenerdig. Auch eine Beleuchtung ist vorgesehen. Das Grundstück wird komplett eingezäunt, damit sich beim Spaziergang niemand auf die Straße verirren kann.

Michael Huse hat noch weitere Ideen, eventuell pflegeleichte Tiere auf der Wiese. „Auch etwas mit Wasser würde mir vorschweben.“ Zudem wird an einen Klanggarten mit Windspielen gedacht.

Man wolle verstärkt die Sinne der Bewohner ansprechen und für jede Demenzform eine eigene Welt schaffen, erläutert Huse, unter dessen Leitung sich das Haus immer mehr spezialisiert auf die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz.

Dass das Matthias-Claudius-Haus bald über zwölf zusätzliche Plätze verfügt, hat natürlich Folgen. Es wird mehr Personal gebraucht. Ein Thema, das Kopfzerbrechen bereitet. Für die Ausbildungsplätze gebe es sehr gute Bewerber, hat Huse positive Erfahrungen gemacht. Fünf Auszubildende arbeiten in dem Haus. Für die in diesem Jahr zu vergebene Stelle habe es zweistellige Bewerberzahlen gegeben. „Bei den Pflegefachkräften wird der aktuelle Pflegenotstand deutlich sichtbar.“ Es gebe kaum geeignete Bewerber, der Arbeitsmarkt sei leer gefegt. Die Einrichtung versucht deshalb, die Mitarbeiter über eine gute Arbeitsatmosphäre langfristig an sich zu binden. Das Matthias-Claudius-Haus sei zudem durch sein Demenzkonzept ein interessanter Arbeitgeber, schildert Huse.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2334851?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F2591714%2F2591766%2F
Nachrichten-Ticker