Europaparlamentarier Markus Pieper
Der Meisterbrief muss bleiben

Tecklenburg-Brochterbeck -

Die kleinen Handwerksbetriebe müssen gestärkt werden – sieht sich der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU) aus Lotte beim Besuch der Betriebe Ventker Heizung-Sanitär und Ventker Metallbau in Brochterbeck bestätigt.

Donnerstag, 08.05.2014, 11:05 Uhr

Die kleinen Handwerksbetriebe müssen gestärkt werden – sieht sich der Europaabgeordnete Markus Pieper ( CDU ) aus Lotte beim Besuch der Betriebe Ventker Heizung-Sanitär und Ventker Metallbau in Brochterbeck bestätigt. Die Brüder Klaus und Hans-Otto Ventker führen zwei Handwerksbetriebe in zweiter Generation fort und sehen sich heute harten Marktbedingungen ausgesetzt.

Um eine vielfältige Angebotspalette anbieten zu können, müssten sich kleine Unternehmen breit aufstellen, erläuterte Metallbaugeschäftsführer Ventker den CDU-Politikern im Gespräch. Die Tachographenpflicht (digitaler Fahrtenschreiber für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen) für Handwerksbetriebe sei ein Hemmnis für Aufträge aus dem weiteren Umkreis, bestätigte er Pieper. Er habe sich in Brüssel massiv für eine Kompromisslösung zugunsten der Handwerksbetriebe eingesetzt, heißt es in einer Mitteilung der CDU.

Überbordende Bürokratie führe bei Ausschreibungsbewerbungen zu unnötigen Verteuerungen der Angebote. „Ohne Rechtsbeistand geht bei Abgabe von Angeboten meist nichts mehr“, moniert auch Klaus Ventker, Geschäftsführer der Heizungs- und Sanitär GmbH.

„Wir legen Wert auf gute Ausbildungsbedingungen“, sind sich beide Geschäftsführer einig. Die EU-Richtlinie zur Vergleichbarkeit der Ausbildungsabschlüsse könne allerdings zu einer Schwächung der dualen Berufsausbildung führen, befürchten sie.

„Unsere niedrige Jugendarbeitslosenquote verdanken wir unter anderem auch unserem gut funktionierendem dualen Ausbildungssystem,“ berichtete Pieper. Der Meisterbrief müsse bleiben, stehe für ihn und die heimische Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek fest. „Das System der Selbstverwaltung von Handwerksinnungen und -kammern wird in Osteuropa gerade ausgebaut,“ erklärte der Europaabgeordnete. „Wir achten in Brüssel sehr darauf, dass durch vereinheitlichende EU-Richtlinien nicht die Axt an die kleinen und mittelständischen Betriebe in Deutschland gelegt wird.“

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