Mietvertrag ist unterschriftsreif / Landrat: 200 Mitarbeiter bleiben in Tecklenburg
Stadt zieht ins Kreishaus

Tecklenburg -

An der Adresse Zum kahlen Berg 2 werden ab November 2015 die Räume leer stehen. So sieht es der Mietvertrag zwischen der Stadt Tecklenburg und dem Kreis Steinfurt vor. Die Stadtverwaltung wird dann in den Altbau des Kreishauses an der Landrat-Schultzstraße 1 ziehen. „Der Mietvertrag wird in Kürze unterschrieben“, sagt Bürgermeister Stefan Streit.

Dienstag, 15.07.2014, 07:07 Uhr

Beide Parteien versprechen sich Vorteile von dieser Lösung. „Hier haben wir Platz für 35 Mitarbeiter“, verweist Stefan Streit auf die Raumnot im Rathaus. Dort stehen gerade mal 30 Büros zur Verfügung.

Dort, wo künftig die Ausschüsse des Stadtrats tagen werden, begrüßt er am Montag Landrat Thomas Kubendorff . Bewusst habe er diesen Ort gewählt, erläutert der Bürgermeister – und gibt seinen heimlichen Wunsch preis: „Dort, wo früher der Oberkreisdirektor sein Büro hatte, würde ich gerne einziehen.“ Stefan Streit kennt die Voraussetzung dafür: „Dann muss ich wiedergewählt werden.“

Über die so wichtigen Synergie-Effekte freuen sich beide Seiten. Von Hausmeister bis Putzkolonne reicht die Palette der Aufgaben, die dann nicht mehr jeder für sich in Auftrag geben muss.

Viel wichtiger für die Bürger: Das Kreishaus in Tecklenburg wird auch weiterhin Anlaufstelle für die Menschen sein. Dass die Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle bleibt, ist für Thomas Kubendorff eine Selbstverständlichkeit. Teile des Katasteramts, die BaFöG-Stelle sowie Teile von Jugend-, Sozial- und Gesundheitsamt werden im Haus mit dem markanten Luftgeschoss auch weiterhin vertreten sein. „Als Anlaufpunkte für Bürger“, wie der Landrat es nennt.

Gleichwohl geht mit dem Einzug der Stadtverwaltung eine Reduzierung der Zahl der Kreisbediensteten am Standort Tecklenburg einher. „Rund 200 werden bleiben“, schätzt Thomas Kubendorff. Zurzeit arbeiten in dem Gebäude noch 300 Menschen, die beim Kreis auf der Lohnliste stehen. Befürchtungen, der Kreis könnte künftig noch mehr Personal abziehen, schiebt der Landrat einen Riegel vor: „Ich sehe das als langfristige Sicherung des Kreisstandorts Tecklenburg. Der ist damit zementiert.“

Eine deutliche Aussage, die bei der Stadt auf Zustimmung stößt. Der Rat hat bereits seine Zustimmung zu dem Deal gegeben. „Einstimmig“, wie der Bürgermeister betont. Stefan Streit freut sich zudem darüber, „dass der Kreis Rücksicht auf die finanzielle Situation der Stadt genommen hat“. Überhaupt gestalte sich die Kooperation mit dem Kreis „sehr gut“, gerade bei den Leader-Projekten.

Einige von denen sind anschließend Ziel der elfköpfigen Radlergruppe. „Vor drei Jahren war das Wetter gut und in der Stadt war Weinfest “, erinnert sich der Landrat an seine vorhergehende Sommerradtour-Etappe in Tecklenburg. Dann schwingen sich die Radler auf die Sättel, treten in die Pedale. An einen Helm hat keiner gedacht.

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