Fastnachtsverein Westlicher Kleeberg feiert Karneval
„Eigengewächse“ begeistern das närrische Volk

Tecklenburg-Brochterbeck -

„Karneval vom Feinsten von Nachbarn für Nachbarn.“ Dieses Motto verkündete der Vorsitzende der Fastnacht Westlicher Kleeberg, Ralf Klaas, voller Stolz. Alle sechs Darbietungen beim Fest wurden von Akteuren aus der Fastnacht präsentiert.

Sonntag, 08.02.2015, 20:02 Uhr

Durch ein Programm voller Höhepunkte führte Vorsitzender Ralf Klaas die närrische Schar beim Fest der Fastnacht Westlicher Kleeberg.
Durch ein Programm voller Höhepunkte führte Vorsitzender Ralf Klaas die närrische Schar beim Fest der Fastnacht Westlicher Kleeberg. Foto: alv

Groß war die Freude auch darüber, dass Fest und Teggeln wieder in den Räumen der Gaststätte Franz stattfanden. Der Saal war voll, als DJ Holger die ersten Takte spielte. Ein Dank galt dem Vorbereitungsteam, die neuen Wirtsleute Rene und Birgit Grisa mit ihrem Team wurden mit Blumen und Applaus begrüßt.

Rolf Klaas führte souverän durch das Programm. Als erster Akteur betrat Landarzt Dr. Hans Ludwig Klein die Bütt und startete in seiner bekannten Art ein Bombardement an Themen aus dem vergangenen Jahr. Salafisten Pegida und Fußball-WM standen nahm er ebenso ins Visier wie Begebenheiten aus Brochterbeck, beispielsweise das vergangene Jahr im Gasthaus Franz. Für seinen Vortrag erntete er lang anhaltendem Applaus und stehende Ovationen.

Viel Beifall erhielt auch der „Typ“, den der Vorsitzende auf der Straße aufgelesen hatte, und der, mit einem Lenkrad und einem Kotflügel bestückt, in der Bütt von einem missglückten Picknick und der Fahrt dahin mit einem im Lotto gewonnenen Lloyd berichtete.

„Denn, wenn die Fastnacht uns ruft, dann gehen wir zu Franz und dann sind wir alle hier“, mit ihrer Hymne startete der 11. Auftritt der „12 Zylinder“, die inzwischen 17 Köpfe zählen, unter der Leitung von Werner Kluck. Musikalisch gekonnt schilderten sie mit bekannten Melodien und ortsbezogenen Texten, was sich im Ort abgespielt hat.

Manuela Wieschebrock ist als Frieda vom Dammweg aus dem Programm nicht wegzudenken. Mit ihrem originellen Outfit und einem Fanclub vor Ort wusste sie Vieles zu berichten von ihrem Sohn Reinhard, der ja leider erkrankt ist, und ihrer gesamten Verwandtschaft sowie ihren neuesten Erfahrungen mit dem „Glashandy“: wie immer ohne Punkt und Komma.

Ein Ballett der etwas anderen Art zeigte das Theater vom Kleeberg , nachdem sie unter großem Geläut den Saal betreten hatten. In einer Litanei „beteten“ sie unter anderem um einen neuen Rodelhang, die Drachenwiese und dass die Schikanen auf dem Bocketaler Radweg niemanden zum Verhängnis würden. Mit der abschließenden Darbietung aus „Sister Act“ zogen die „frommen Damen“ alle in ihren Bann.

Dorfchronist Andrea Voß berichtete in seiner ihm eigen Art über das Geschehen in der Welt, den Song Contest, Gotteskriegern, Maut und „Schwarzen Null“. Irritiert war er von der Harmonie im Stadtrat und der Gelassenheit des Bürgermeisters, dem „Herrn der leeren Kassen“. Heinz Lienkamp Platz, Alpakas, Bürgerradweg, neues Baugebiet und neues Dorfgemeinschaftshaus waren weitere Ziele seiner spitzen Zunge. Dafür erntete er nicht nur großen Applaus, sondern auch eine „Rakete“.

Ihm und allen Aktiven aus den eigenen Reihen sprach der Vorsitzende im Namen der Fastnacht Dank aus. Nach dem umfangreichen Programm wurde noch lange in guter Stimmung gefeiert.

 

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