Tradition ist schon im 18. Jahrhundert gepflegt worden
Fackelzug zum Osterfeuer

Tecklenburg -

Am Ostersonntag wird mit einem Fackelzug das Feuer von der Kirche St. Michael zum Holzstoß vor dem Waldfreibad gebracht. Die Tradition eines zentralen Osterfeuers in Tecklenburg geht bis in das 18. Jahrhundert zurück.

Freitag, 03.04.2015, 16:04 Uhr

Am Waldfreibad wird das Osterfeuer angezündet.
Am Waldfreibad wird das Osterfeuer angezündet. Foto: Bosse

Der Geschichts- und Heimatverein sowie die evangelische und katholische Kirchengemeinde laden am Ostersonntag zum traditionellen Fackelzug zum Osterfeier vor dem Waldfreibad an. Nach einer ökumenischen Andacht um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche werden 100 Fackeln, von Privatleuten gespendet, ausgeteilt und an der Osterkerze angezündet.

Durch den Kurpark führt der Fackelzug zum aufgeschichteten Holzstoß vor dem Waldfreibad am Handal. Verteilt werden dann auch 400 Ostereier.

Seit den 1950er Jahren werden vor dem Anzünden des Osterfeuers die Andachten in den Tecklenburger Kirchen angeboten, seit vielen Jahren im regelmäßigen Wechsel in der evangelischen Stadtkirche beziehungsweise der katholischen Kirche St. Michael.

Ein zentrales Osterfeuer in Tecklenburg ist spätestens seit dem 18. Jahrhundert belegbar. Die Orte für das Feuer wechselten jedoch: Vom „Kahlen Berg“, auf dem einst eine Bockwindmühle stand und der schon im Urkataster von 1828 so bezeichnet ist, wurde es in den 1960er Jahren auf den zweiten Burghof, dann auf Privatinitiative in „Howes Obstgarten“ am Hofbauers Kamp und schließlich 1988 an den Handal verlegt.

Seit 2008 werden nur noch die von den Pfadfindern eingesammelten Weihnachtsbäume verbrannt. Sie sind sehr trocken und brennen sehr schnell ab.

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