Vortrag über die NS-Zeit
Das Bekenntnis des Kirchenkreises

Tecklenburg -

Der Geschichtskreis im Geschichts- und Heimatverein (GHV) Tecklenburg lädt zu einem Vortrag am Dienstag, 5. Mai, um 19.30 Uhr im Foyer des Kulturhauses ein. Das Thema lautet „Der Kirchenkreis Tecklenburg in der NS-Zeit“. Referent ist Dr. Heinz-Jürgen Trütken-Kirsch.

Montag, 27.04.2015, 23:04 Uhr

Der Geschichtskreis im Geschichts- und Heimatverein (GHV) Tecklenburg lädt zu einem Vortrag am Dienstag, 5. Mai, um 19.30 Uhr im Foyer des Kulturhauses ein. Das Thema lautet „Der Kirchenkreis Tecklenburg in der NS-Zeit“. Referent ist Dr. Heinz-Jürgen Trütken-Kirsch . Er wird daran erinnern, dass Adolf Hitler bald nach dem 30. Januar 1933 die evangelische Kirche in sein nationalsozialistisches System einzubauen versuchte. Das Instrument dazu war die „Kirchenpartei“ der Deutschen Christen.

Der Kirchenkreis Tecklenburg fiel als einziger in Westfalen nicht in deren Hände. War diese Verweigerung der Pfarrer und ihrer Gemeinden ein Akt des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus? Wohl kaum, wie sich an der Biografie des geistigen Urhebers des Tecklenburger Bekenntnisses, Dr. Johannes Wilkens (1896-1995) aus Lienen, belegen lässt. Viele Pfarrer waren wie er national gesonnen, von der Weimarer Republik enttäuscht und antibolschewistisch eingestellt.

Doch die Vorstellung der Deutschen Christen von einem „positiven Christentum“, das Christus seines Judentums beraubte und ihn zu einem Arier machen wollte, konnten diese Pfarrer nicht mittragen. Johannes Wilkens und seine Mitstreiter dokumentierten im Sommer 1933 ihren theologischen Standpunkt im „Tecklenburger Bekenntnis“. Es gehört damit in den Zusammenhang der Bekennenden Kirche und des Pfarrernotbundes Martin Niemöllers – auch er ein Kind des Tecklenburger Landes und mit Johannes Wilkens befreundet.

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