Kandidat für die Bürgermeisterwahl
CDU setzt auf Christian Kamlage

Tecklenburg -

Christian Kamlage ist der Bürgermeisterkandidat der CDU. Der Parteivorstand hat sich am Dienstagabend für den 42-Jährigen ausgesprochen. Damit ist der Wahlkampf eröffnet. Amtsinhaber Stefan Streit hat bei der Wahl am 13. September einen Gegenkandidaten. Kamlage ist in Bad Iburg (rund 10 500 Einwohner) Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und als Fachdienstleiter der Hauptverwaltung zuständig für Personal, Schulen, Sport und Ratsarbeit.

Donnerstag, 28.05.2015, 07:05 Uhr

Christian Kamlage ist Bürgermeisterkandidat der Tecklenburger CDU. Er ist Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Bad Iburg,
Christian Kamlage ist Bürgermeisterkandidat der Tecklenburger CDU. Er ist Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Bad Iburg, Foto: Ruth Jacobus

„Uns war es wichtig, jemanden zu finden, der fachlich versiert ist und menschlich führen kann, der die nötige Qualifikation mitbringt“, erläuterte die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Anja Karliczek gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Genau diese Person habe man in Christian Kamlage gefunden. Hinzu kommt, dass der Kandidat parteilos ist, was Anja Karliczek positiv beurteilte. Man wolle das „bisschen Frieden“, dass man inzwischen in Tecklenburg habe, behalten.

„Die Bürger erwarten einen unparteiischen Bürgermeister“, fügte Kamlage hinzu. Wichtig sei, dass sich der Ort entwickele. Und dafür sieht er durchaus Potenzial. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung sei ihm dabei wichtig.

Bad Iburg und Tecklenburg – beide Kommunen hätten in etwa mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Sei es, den Tourismus weiterzuentwickeln, die Finanzen zu konsolidieren oder die Voraussetzungen zu schaffen für eine effizient arbeitende Verwaltung. „Alle Themen sind bekannt, ich kann damit umgehen“, so Kamlage. Einiges sei in Tecklenburg mittlerweile in Bewegung, doch das könne man noch optimieren.

Ein Verwaltungsfachmann als Bürgermeister, das macht für den Kandidaten durchaus Sinn: Schließlich käme auch niemand auf die Idee, jemanden eine Sparkassen-Filiale leiten zu lassen, der keine entsprechende Ausbildung habe, nannte er ein Beispiel.

Nach 17 Jahren in der Bad Iburger Verwaltung ist für ihn ein Wechsel in eine andere Kommune ein „logischer Schritt“. Und nach Tecklenburg zu gehen, könne er sich gut vorstellen, zumal es eben zwischen beiden Kommunen einige Parallelen gebe. Er habe mit 42 Jahren das perfekte Alter für einen Wechsel.

Hat er konkrete Vorschläge, was er in Tecklenburg ändern möchte? Auf diese Frage lässt sich der Verwaltungsfachmann noch nicht ein. Er will sich erst einmal in die Themen einarbeiten, sich umsehen, mit den Menschen und Vereinen ins Gespräch kommen. In den Ortsteilen gebe es ein sehr großes ehrenamtliches Engagement, hat er bereits festgestellt.

Natürlich sei es ihm wichtig, dass die Kommune wieder finanzielle Spielräume bekomme, die Aufgaben in der Verwaltung effizient wahrgenommen würden und es eine kommunale Zusammenarbeit gebe, zum Beispiel im Bereich der Schulen. „Hier muss es eine vernünftige Planung geben.“

Im Tourismusbereich sieht er in Tecklenburg noch mehr Potenzial als in Bad Iburg, unter anderem durch die Freilichtbühne. Das habe Alleinstellungsmerkmal.

Doch jetzt will er sich erst in Tecklenburg vorstellen, hat zahlreiche Termine zu absolvieren. Viel Freizeit bleibt da nicht für den sportlichen Kandidaten, der gerne läuft und in einer Freizeitgruppe Basketball spielt. Wesentlich wichtiger als seine Hobbys ist ihm aber die Zeit, die er mit seinen vier Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren verbringt.

Christian Kamlage ist in Fürstenau aufgewachsen – dort war sein Vater früher Bürgermeister. Er weiß also auch privat, worauf er sich einlässt. „Das Umfeld muss mitspielen.“

„Wir werden Kontakte knüpfen und viele Gespräche führen über Parteigrenzen hinweg“, kündigte Anja Karliczek an. „Das wir einen Kandidaten mit Führungs- und Fachkompetenz haben, soll bei den Bürgern ankommen.“

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