Freilichtbühne Tecklenburg
„Ein Glücksfall für die Bühne“

Tecklenburg -

Die Proben für „Cats“ laufen auf Hochtouren. Zu gut 60 Prozent ist das Musical schon fertig einstudiert. Ein guter Wert – mit dem Blick auf den Premierentermin am 18. Juli.

Samstag, 04.07.2015, 09:07 Uhr

Die beiden Regisseure Andreas Gergen und Kim Duddy beobachten das Proben von Hebefiguren für das Musical „Cats“. Trotz der großen Hitze arbeitet das Ensemble konzentriert hin auf die Premiere des Stücks am 18. Juli.
Die beiden Regisseure Andreas Gergen und Kim Duddy beobachten das Proben von Hebefiguren für das Musical „Cats“. Trotz der großen Hitze arbeitet das Ensemble konzentriert hin auf die Premiere des Stücks am 18. Juli. Foto: Erhard Kurlemann

„Die Freilichtbühne in Tecklenburg ist Trendsetter in Sachen Musicals in Deutschland .“ Intendant Radulf Beuleke weiß, was er sagt. Rund 250 Bewerbungen hat er bekommen, als es um die Besetzung der Rollen für „Cats“ ging. „Wir können aus einer Liste auswählen, auch, weil wir einen guten Ruf haben“. Insgesamt 23 Solisten mussten gefunden werden

Die Aufführung von „Cats“ – „ein Glücksfall für uns“ – beinhaltet gleich mehrere Herausforderungen. „Nichts darf übernommen werden aus früheren Produktionen“. Also: Masken und Kostüme müssen neu entwickelt werden. Der Originalschauplatz des Stücks, eine Müllhalde, auf der sich die Katzen einmal pro Jahr treffen, wird auf der Bühne durch einen abgerannten Zirkus ersetzt. „Jede Katze ist ein Spezialcharakter“ skizziert Beuleke die Aufgaben. „Einige kommen aus dem feinen Viertel zu dem Treffen, andere aus dem Dreck.“ Die Katzen sind vermenschlicht; Stichworte wie Erlösung, Liebe, Zuneigung, aber auch Gemeinheit beschreiben die Gefühlswelten. Die Zirkuskulisse erlaube Platz für hervorragende akrobatische Einlagen. „Aktuell steht das Stück zu 60 Prozent“, ein Wert, der mit Blick auf die Premiere am 18. Juli „vollkommen in Ordnung“ sei.

Vier Wochen dauern die Proben insgesamt. Zehn oder elf Stunden täglich harte Arbeit, hoch professionell und konzentriert – in „positiver Atmosphäre“ wie Beuleke die Stimmung beschreibt. „Die Mehrzahl der Darsteller will auch deswegen

Viele Figuren und Abläufe müssen von den Tänzern einstudiert werden.

Viele Figuren und Abläufe müssen von den Tänzern einstudiert werden. Foto: Erhard Kurlemann

bei uns arbeiten“. Was eine weitere Herausforderung darstellt: Alle sind in Tecklenburg in Privatquartieren „komfortabel“ untergebracht. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir diese Möglichkeit im Ort haben, und das in jeder Spielzeit“.

Die Premiere am 18. Juli ist weitgehend ausverkauft. Auch die weiteren 21 Aufführungen werden „gut nachgefragt“. Kein Wunder: Den Welterfolg „Cats“ von Andrew Lloyd Webber gab es zuletzt 2013 zu sehen. Und nach Tecklenburg erst mal gar nicht mehr – eine weitere Herausforderung.

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