„Jugend testet“ am GAG
Was Taschentücher aushalten

Tecklenburg -

Erkältungsnasen sind empfindlich. Weich müssen die Taschentücher deshalb sein. Aber sind weiche Tücher auch reißfest genug? Was halten die Papiertücher aus? Welches zerfleddert am wenigsten, wenn es versehentlich in der Waschmaschine landet? Fragen über Fragen, auf die die Mädchen und Jungen der Klasse 7d des Graf-Adolf-Gymnasiums bald kompetente Antworten geben können. Sie beteiligen sich an dem Wettbewerb „Jugend testet“ der Stiftung Warentest.

Dienstag, 02.02.2016, 22:02 Uhr

Die jungen Nachwuchs-Tester nehmen – unterstützt von der Referendarin Marei Mewald (links) – Papiertaschentücher unter die Lupe. In der Schule gibt es die Theorie, die Tests werden zu Hause durchgeführt..
Die jungen Nachwuchs-Tester nehmen – unterstützt von der Referendarin Marei Mewald (links) – Papiertaschentücher unter die Lupe. In der Schule gibt es die Theorie, die Tests werden zu Hause durchgeführt.. Foto: Ruth Jacobus

Taschentücher unter die Lupe nehmen im Politikunterricht? Das passt, findet Referendarin Marei Mewald. Denn derzeit steht das Thema Wirtschaft auf dem Lehrplan. Das Preis-Leistungsverhältnis der Taschentücher zu untersuchen, hat sich eine Gruppe der Klasse vorgenommen. Und da es sich um eine MINT-Klasse (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) handelt, sind für die pfiffigen Mädchen und Jungen auch die praktischen Tests kein Problem.

Was ein Papiertaschentuch alles kann und was nicht, finden die Schüler zu Hause heraus. „Dabei darf ich nicht helfen“, erzählt Marei Mewald. Sie ist begeistert von den selbst entwickelten Testverfahren der Nachwuchs-Forscher, die verschiedene Marken unter die Lupe nehmen. Die Tücher müssen dabei einiges aushalten: Sie werden über eine Schüssel gespannt und beträufelt, um die Saugfähigkeit festzustellen. Sie werden über einen Rahmen gespannt, beträufelt und mit Gewichten belegt, um die Reißfestigkeit zu ermitteln. Stärken und Schwächen der verschiedenen Marken werden analysiert und die Inhaltsstoffe herausgefunden.

Am 15. Februar ist Einsendeschluss bei der Stiftung Warentest. Bis dahin muss der bis zu zehn Seiten lange Testbericht inklusive Tabellen, Zeichnungen und mehr fertig sein. Das ist zu schaffen, schließlich gehen die Schüler mit großem Enthusiasmus ans Werk und erzählen begeistert von ihrer theoretischen Vorbereitung und von den praktischen Tests.

Natürlich hoffen die jungen Tester darauf zu gewinnen. Mit 2500 Euro ist der erste Preis dotiert, für den zweiten Platz gibt es 2000 Euro und für den dritten 1500 Euro. Hinzu kommt die Fahrt zur Siegerehrung in Berlin. Ansporn genug für die GAG-Tüftler.

Eine Jury der Stiftung Warentest übernimmt in Berlin die Bewertung. Die Preisverleihung soll im Sommer stattfinden.

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