Wechsel im Kneipp-Verein
Hildegard Greve übernimmt das Ruder

Tecklenburg -

Hildegard Greve ist neue Vorsitzende des Kneipp-Vereins. Wilhelm Kienemann, der dieses Amt 28 Jahre lang inne hatte, kandidierte nicht mehr. Er ist nun Ehrenvorsitzender.

Mittwoch, 02.03.2016, 18:03 Uhr

Bei strahlendem Sonnenschein starteten rund 30 Wanderer durch Kurpark und Kräutergarten über das Ledder Pättken. Ihr Ziel war der Gasthof Folsche, wo der Kneipp-Verein zur Jahreshauptversammlung eingeladen hatte. Dort freute sich der Vorsitzende Wilhelm Kienemann, über 50 Kneippianer und damit fast die Hälfte der 122 Mitglieder sowie die Bundesgeschäftsführerin Annette Kersting begrüßen zu dürfen. Nach dem Jahresrückblick und der Vorstellung des Kassenberichtes durch Schatzmeister Karl-Heinz Schlösser bescheinigte Kassenprüfer Wilfried Brönstrup eine ordnungsgemäße Buchführung und beantragte die Entlastung des Vorstands.

Bei den Vorstandswahlen gab es einige Veränderungen. Zunächst wurde Karl-Heinz Schlösser nach seiner fast 25-jährigen Tätigkeit als Schatzmeister mit einem Präsent verabschiedet. Da Wilhelm Kienemann nicht wieder als Vorsitzender kandidierte, leitete er die Neuwahlen und schlug Hildegard Greve als seine Nachfolgerin zur 1. Vorsitzenden vor, die von der Versammlung einstimmig bestätigt wurde. Kienemann überreichte ihr die Originalausgabe des Buches „Sebastian Kneipp – Mein Testament“ von 1894, das er selbst 2003 von dem damaligen Leiter des Lengericher Krankenhauses, Dr. Uwe Brockmüller, erhalten hatte „für den rührigen Tecklenburger Kneipp-Verein“.

Zur Stellvertreterin der ersten Vorsitzenden wurde Margarete Howe-Kienemann, als 2. Vorsitzende Eva Kongsbak und zur neuen Schatzmeisterin Irmtraud Paus jeweils einstimmig gewählt.

Als erste Amtshandlung schlug Hildegard Greve vor, Wilhelm Kienemann zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

Annette Kersting würdigte die Arbeit des nach 28 Jahren ausscheidenden Vorsitzenden mit der Überreichung des „Verbandsabzeichens in Gold“ des Kneipp-Bundes für seine jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit. Sie berichtete, dass das „Kneippen“ von der Deutschen UNESCO-Kommission im Dezember in die bundesweite Liste des „Immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen worden sei. Ziel sei es, die Kneipp-Therapie nun auch für die internationale Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit zu nominieren.

Rund 600 aktive Kneipp-Vereine und das Engagement der Mitglieder bilden die Basis für den Kneipp-Bund. Dazu zählt auch Tecklenburg, das mit seinen Kneipp-Anlagen in den vier Ortsteilen, den zertifizierten Kneipp-Kindergärten in Ladbergen, Lengerich, Ledde und Tecklenburg sowie dem Kneipp-Gesundheitshof in Westerkappeln einen wichtigen Beitrag leistet. Dies nahm die neue Vorsitzende Hildegard Greve zum Anlass, die Umbenennung in „Kneipp-Verein Tecklenburger Land“ zu beantragen. Dem wurde einstimmig stattgegeben.

Mit dem Schlusssatz „Kneipp ist so jung und aktuell wie vor 130 Jahren“ beendete der Ehrevorsitzende Wilhelm Kienemann die Versammlung.

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