Bauchtanz in Paris
Tanzen in den Straßen von Paris

Tecklenburg -

„Wir sind morgens im Bauchtanz-Outfit in den Bus gestiegen und haben auf den Straßen von Paris getanzt. Dass wir das wirklich tun würden, hätten wir nicht gedacht“, blickt die Tecklenburgerin Astrid Dauwe-Roßberg zurück auf den „Wüstentraum“ in Paris. Geplant war das allerdings nicht. .  .

Montag, 11.07.2016, 18:07 Uhr

Der „Wüstentraum“ fällt sogar in Paris auf: Die Bauchtänzerinnen traten auf den Straßen vor großem Publikum auf.
Der „Wüstentraum“ fällt sogar in Paris auf: Die Bauchtänzerinnen traten auf den Straßen vor großem Publikum auf.

Sie haben in Paris auf den Straßen getanzt – und dazu gehört eine gehörige Portion Mut und Selbstbewusstsein. Denn die Frauen aus dem Tecklenburger und dem Osnabrücker Land sind Bauchtänzerinnen. In fantasievollen, bunten Kostümen haben sie sich in der französischen Hauptstadt auf den Weg gemacht und ihren „ Wüstentraum “ verwirklicht.

Angefangen hat alles in Tecklenburg. Astrid Dauwe-Roßberg leitet dort verschiedene Bauchtanzgruppen. „Das ist mehr als tanzen, wir sind eine Gemeinschaft“, beschreibt sie. Und diese Gemeinschaft hat sich den Film „Die mit dem Bauch tanzt“ angesehen. Darin geht es um die Lust am Leben, die Schwierigkeiten der Wechseljahre und die Kunst, die Angst vor dem Alter mit einem gekonnten Hüftschwung in die Flucht zu schlagen. Der Höhepunkt ist eine Fahrt nach Paris, wo die Frauen auf den Straßen tanzen wollen.

„Das können wir auch“, dachte sich die Tecklenburgerin. Die Idee war geboren, es wurde geplant. Und dann stand sie an, die Fahrt der 23 Frauen, die sich fortan „Wüstentraum“ nannten. „Wir haben uns hübsch gemacht für Paris. Die Kleider waren total bunt“, erzählt Astrid Dauwe-Roßberg. So gekleidet ging das Abenteuer los. Mit dem Bus wurde eine Stadtrundfahrt unternommen. Die Haltepunkte wurden zu Auftrittsorten. „Wir haben die Musikanlage aufgestellt, uns sortiert, und als wenn sich der Boden aufgetan hätte, waren da plötzlich die ganzen Leute“, erinnert sich die Tecklenburgerin. „Die Franzosen haben das so positiv aufgenommen“, schwärmt sie.

Sogar im Innenhof des Louvre haben die Frauen getanzt, obwohl das dort verboten ist – was sie zunächst nicht wussten. Doch die Security habe ihren Auftritt nicht unterbrochen.

Und als die Frauen vor einem Gewitter Schutz suchten in einem Festzelt, erlebten sie ein weiteres Highlight. Dort feierte nämlich die Bäckerinnung von Paris. „Da waren Hunderte von Menschen“, schildert Astrid Dauwe-Roßberg. Sie seien vom Präsidenten der Innung nicht nur gebeten worden zu tanzen, sondern auch, nächstes Jahr wiederzukommen. Obwohl, da hat die Tecklenburgerin schon andere Träume. Sie würde mit den Frauen gern in Amsterdam auftreten, in Prag oder Rom. Vielleicht wird die Gruppe dann noch größer.

„Wir sind morgens im Bauchtanz-Outfit in den Bus gestiegen und haben auf den Straßen von Paris getanzt. Dass wir das wirklich tun würden, hätten wir nicht gedacht“, blickt die Tecklenburgerin zurück auf den „Wüstentraum“ in Paris.

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