Tempo 30 für die Burgstadt?
Grüne treten auf die Bremse

Tecklenburg -

Die Grünen wollen den Verkehr bremsen. Sie haben im Stadtrat beantragt, zu prüfen, ob in „sensiblen Bereichen“ in Tecklenburg Tempo-30-Zonen eingerichtet werden können. Kann das klappen?

Mittwoch, 13.07.2016, 04:07 Uhr

Das Tempo reduzieren wollen die Grünen im Tecklenburger Stadtrat vor sämtlichen Schulen, Altenheimen, Kindergärten der Stadt und vor den Ledder Werkstätten (Bild). Sie schlagen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf jeweils 30 Stundenkilometer vor.
Das Tempo reduzieren wollen die Grünen im Tecklenburger Stadtrat vor sämtlichen Schulen, Altenheimen, Kindergärten der Stadt und vor den Ledder Werkstätten (Bild). Sie schlagen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf jeweils 30 Stundenkilometer vor. Foto: Michael Baar

Tempo-30-Zonen möchte die Fraktion der Grünen in einigen Bereichen der Burgstadt einrichten. Sie hat im Stadtrat beantragt, dieses Ansinnen zu überprüfen. Im Bundesverkehrsministerium würden die Weichen für eine Ausweitung gestellt, erläuterte Marielies Saatkamp.

„Wir haben viele sensible Bereiche im Ort“, erläuterte die Ratsfrau: „Schulen, Kindergärten die Klinik, das Altenheim und die Ledder Werkstätten nannte sie als Beispiele. Zudem könne man durch Tempo-30-Zonen „das Tempo rausnehmen bei den Motorradfahrern“, glaubt sie.

In der Straßenverkehrsordnung heiße es, dass die zuständige Behörde die Benutzung bestimmter Straßen aus Gründen der Sicherheit und Ordnung beschränken, verbieten oder den Verkehr umleiten könne. Ein möglicher Grund dafür wäre der Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen sein, so Marielies Saatkamp weiter. Dieses Recht gelte auch in Luftkurorten sowie in Bade- und heilklimatischen Kurorten.

Eine Umleitung sei in Tecklenburg nicht möglich, da sich verschiedene Straßen des sogenannten übergeordneten Verkehrs durch die Stadt ziehen, aber ein Tempolimit könnte den Lärm zumindest verringern, heißt es in der Begründung des Antrags. Auch in Münster und Osnabrück würde derzeit aus Lärmschutzgründen ein Tempolimit erwogen.

„Zum Schutz von Einwohnern und Kurgästen sollte Tecklenburg neben der Ordnungspartnerschaft auch auf ein Tempolimit setzen. Wenn die Kurorte-Regelung nur für Tecklenburg und Brochterbeck greift, so sollte es zumindest möglich sein, in Ledde und Leeden Tempo 30 an bestimmten Orten, etwa Schulen und Kindergärten, durchzusetzen“, heißt es weiter in der Antragsbegründung.

„Wir werden das nicht für das gesamte Stadtgebiet hinbekommen“, meinte Bürgermeister Stefan Streit. Doch die Möglichkeiten sollen geprüft werden. Man müsse die neue Gesetzesregelung abwarten. Darauf werde dringend gewartet. Es gebe bereits eine Initiative der Grundschule Ledde.

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