Dino-Treffen auf dem Campingplatz in Leeden
„Ami-Schlitten“ zum Anfassen

Tecklenburg -Leeden -

Die Autos könnten Geschichten erzählen. Rund 200 „Ami-Schlitten“ wurden am Wochenende bei „Dino-Treffen“ in Leeden gezählt. Klar, dass auch die Schaulustigen nicht lange auf sich warten ließen.

Sonntag, 14.08.2016, 18:08 Uhr

Eine Flagge an den Autos zeigt den Stolz der Besitzer. Das Fahrzeug kann auf über 80 Jahre Geschichte zurückblicken; ein Alter, das nur Insidern sofort ersichtlich ist.
Eine Flagge an den Autos zeigt den Stolz der Besitzer. Das Fahrzeug kann auf über 80 Jahre Geschichte zurückblicken; ein Alter, das nur Insidern sofort ersichtlich ist. Foto: Lennard Walker

Schwere „Geschütze“ sind am Wochenende in Leeden aufgefahren: Es war wieder „Dinotreffen“ am Regenbogencampingplatz. Mehr als 200 amerikanische Fahrzeuge, oft mit Wohnwagen, fanden den Weg nach Tecklenburg. Dazu kamen noch einmal viele interessierte Gäste, die die PS-starken Boliden mit vielen unterschiedlichen Kfz-Kennzeichen aus ganz Deutschland sowie den Nachbarstaaten wie der Niederlande, Tschechien oder Dänemark bestaunten. „Ein Gast hat extra seinen Urlaub in Frankreich abgebrochen, um dabei zu sein“, staunte Manuel Propp , einer der Organisatoren, über soviel Enthusiasmus.

Natürlich kamen die meisten Fahrer nicht alleine. „Mit Kind, Kegel und Hund sind die meisten da“, berichtete Eva Lübke, die die Anmeldungen verwaltete. Kein Wunder, schließlich wurde das Treffen der US-Auto- Fans als Fest für die ganze Familie beworben. „Oft werden die Autos als Männerhobby angesehen“, erzählte Eva Lübke weiter, „doch hier lässt sich die ganze Familie miteinbeziehen“. Wie der Zufall es wollte, fuhr genau in dem Moment eine Kolonne von großen amerikanischen Wagen vorbei. Daraus lugten zahlreiche Kinder aus dem Fenster oder auf die Armaturen der Autos – das war Teil des Kinderprogramms, bei dem jeder mal mitfahren durfte in einem dieser Wagen, die so zahlreich vertreten waren. Als Alternative gab es für die jüngsten Gäste noch ein anderes riesiges „US-Auto“, nämlich in Form einer Hüpfburg. „Es war cool mal mitzufahren“, berichtete ein aufgeregter Junge, der aus einem Van sprang.

Die Eltern schauten sich indes die Autos an. Besonders gut kam ein bronzefarbener Plymouth an, der am Eingang stand. Mit einer amerikanischen Flagge verziert, repräsentierte der 85-jährige Wagen gut das Wochenende. Schließlich wehte an fast jedem Gefährt eine solche Fahne. Aber auch sehr exotische Fortbewegungsmittel waren vertreten. Vom umgebauten Golfcaddy bis zum Minibus, der eine rollende Musikanlage war, fanden Autoliebhaber fast alles was ihr Herz begehrte.

Wer nun denkt, dass die lauten V 8-Motoren die restlichen Campinggäste abschreckt, der irrt. „Total gut, auch dass alle auf dem Campingplatz rumfahren und man die Autos vom Campingstuhl aus sehen kann“, freute sich Jürgen Rude aus Rheine über das Treffen. Er selbst sei zufällig zur gleichen Zeit da, doch auch der Camper schwärmte von den lauten Motoren und freundete sich direkt mit einigen anderen Autofans an. Im vergangenen Jahr sei er auch schon zur gleichen Zeit in Leeden gewesen. „Dieses Jahr ist das Treffen aber schöner und größer“ urteilte er.

Abgeschlossen wurde das Dinotreffen mit einer gemeinsamen Ausfahrt am Sonntag nach Ibbenbüren.

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