Schützenverein Thema im Altherrenclub
Königskette übersteht Krieg in einer Milchkanne

Tecklenburg-Leeden -

Nach dem traditionellen Weggeessen des Altherrenclubs begrüßte Wilfried Brönstrup als Referenten Carsten Schnepper (Vorsitzender des Schützenvereins Leeden von 1665). Schnepper ging zunächst auf die wechselvolle Geschichte des Vereins in den 351 Jahren seines Bestehens ein.

Dienstag, 06.09.2016, 07:09 Uhr

Im Jahr 1922 wurde das 250-jährige Bestehen gefeiert. Das Foto zeigt die Schützen vor der Gaststätte Schwermann.
Im Jahr 1922 wurde das 250-jährige Bestehen gefeiert. Das Foto zeigt die Schützen vor der Gaststätte Schwermann.

Nach dem traditionellen Weggeessen des Altherrenclubs begrüßte Wilfried Brönstrup als Referenten Carsten Schnepper (Vorsitzender des Schützenvereins Leeden von 1665). Schnepper ging zunächst auf die wechselvolle Geschichte des Vereins in den 351 Jahren seines Bestehens ein. Er ist im Tecklenburger Land der drittälteste Schützenverein, heißt es im Bericht des Altherrenclubs.

Die Gründung des Schützenkorps wurde um 1665 von Graf Mauritz von Tecklenburg oder dessen Vater Graf Adolf veranlasst. Leeden war Grenzgemeinde, und das Korps sollte die Insassen des Klosters und die Bevölkerung vor räuberischen Banden schützen. Bei den Schützenfesten sollten die Armen gespeist und ein Zehrgroschen zur freien Verfügung ausgehändigt werden.

Im Zweiten Weltkrieg war es der Regent von 1939, Wilhelm Auffahrt, der die Königskette in einer Milchkanne in seinem Garten vergrub. 1965 (300-jähriges Bestehen) wurde eine neue Kette angeschafft. Die alte Kette wird nur noch am Pfingstsonntag getragen. Heute wird an der dritten Kette gearbeitet, da Gewicht und Größe der zweiten ausgereizt sind. Beim Tanz gibt es seit 1990 die Tanzkette, erläuterte der Referent.

Carsten Schnepper berichtete, dass die Mitgliederzahlen von 180 im Jahr 2000 auf jetzt 235 gestiegen seien. Zugelassen sind nur Männer. Neugeborene werden bereits aufgenommen.

Der Hinweis auf die jährlichen Vereinsaktivitäten und auf die laufende Sonderausstellung (4. und 10. September) rundeten den anschaulichen Vortrag ab und es gab riesigen Applaus.

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