Amazone Technologie und Hauptschule
Praxisnahe Einblicke in die Welt der Arbeit

Tecklenburg/Hasbergen -

Die Amazone Technologie Leeden GmbH in Hasbergen unterstützt die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Tecklenburg künftig bei der Berufsorientierung. Vertreter von Unternehmen und Schule haben jetzt die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Mittwoch, 14.09.2016, 17:09 Uhr

Kooperieren künftig: Die stellvertretende Schulleiterin der Hauptschule Tecklenburg, Angela Müller-Muthreich und Amazone-Technologie-Geschäftsführer René Hüggelmeier tauschen die entsprechenden Urkunden aus.
Kooperieren künftig: Die stellvertretende Schulleiterin der Hauptschule Tecklenburg, Angela Müller-Muthreich und Amazone-Technologie-Geschäftsführer René Hüggelmeier tauschen die entsprechenden Urkunden aus. Foto: privat

Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer ( IHK ) Nord Westfalen. Das Unternehmen Amazone mit Hauptsitz in Hasbergen und einer Niederlassung in Leeden stellt Landtechnik her. Für den Betrieb ist es die fünfte Kooperation innerhalb des Projektes, für die Hauptschule Tecklenburg ist es die erste Partnerschaft in der IHK-Initiative.

„Ziel ist es, Schülern die Arbeitswelt so zu zeigen, wie sie ist – mit ihren Möglichkeiten und auch ihren Anforderungen“, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Sandra Beer . Viele Jugendliche hätten nur ungenaue Vorstellungen von den Karrierechancen im dualen Ausbildungssystem und setzten darum vorschnell ihre Schulkarriere fort, obwohl ihnen eine Berufsausbildung ausgezeichnete Aussichten biete.

Mitarbeiter von Amazone bereiten die Jugendlichen auf die Bewerbungsphase vor: Sie proben Vorstellungsgespräche und stellen die Funktionsweise eines Assessment-Centers vor. Bei einer Betriebsführung lernen Schüler und Lehrer die Arbeits- und Produktionsweisen sowie das Ausbildungsangebot des Unternehmens kennen.

Die Auszubildenden des Betriebs besuchen die Jugendlichen im Klassenzimmer, um von ihrem Arbeitsalltag und ihren Ausbildungsgängen zu berichten. Bei eintägigen Praktika haben die Achtklässler dann Gelegenheit, mehr über einen Ausbildungsberuf ihrer Wahl zu erfahren.

Die sogenannten Berufsfelderkundungen sind Teil des NRW-Berufsorientierungskonzepts „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Die Technik-AG der Hauptschule trifft sich regelmäßig bei Amazone, um praxisnahe Einblicke zu gewinnen.

Bei „Partnerschaft Schule – Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Mitarbeiterin Beer.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas anderes sagt.“

Amazone Technologie-Geschäftsführer René Hüggelmeier unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Es ist wichtig, dass sich die Schülerinnen und Schüler möglichst frühzeitig mit dem Thema Berufsorientierung auseinandersetzen. Wir bieten unseren Mitarbeitenden zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Der Grundstein dafür wird mit der Ausbildung gelegt. Deshalb gehen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zu, um begabte und motivierte Jugendliche zu entdecken, auszubilden und zu fördern.“ Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig bleiben, sagt Hüggelmeier.

Die stellvertretende Schulleiterin Angela Müller-Muth­reich ist froh, dass die jahrelange Zusammenarbeit mit vielen Betrieben der Region durch eine attraktive Kooperation erweitert wird. „Unsere Schüler haben so eine breite Informationspalette, können das Know-how von Ausbildern und Azubis nutzen, sich in der Realität ausprobieren und herausfinden, wo ihre Interessen und Fähigkeiten liegen.“ Das sei ein Gewinn für alle Beteiligten, sagt Müller-Muthreich. Das Kollegium habe sich bei einer Betriebsführung einen Eindruck vom Unternehmen und seinen Möglichkeiten verschafft, berichtet sie.

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ihre Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ im Münsterland sind Sandra Beer, ✆  0251 707-305, und Melanie Vennemann, ✆  0251/707-304.

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