Informationen der Lappwaldbahn
Sicherheit durch Halbschranken

Tecklenburg-Brochterbeck -

Bei allem Optimismus: Mit so vielen Gästen hatte André Slaar nicht gerechnet. Über 100 Interessierte kamen am Mittwochabend in die „Historische Gaststätte Franz“, um sich über die Wiederbelebung der TWE-Strecke und die konkrete Planung zu informieren. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Brochterbeck begrüßte Bürgermeister Stefan Streit sowie von der LWS Lappwaldbahn Service Kai-Uwe Ebert und Josef Högemann.

Donnerstag, 26.01.2017, 21:01 Uhr

Der Bahnübergang am Mühlenteich soll mit einer Halbschranke gesichert werden. Über diese und weitere Pläne informierten André Slaar, Stefan Streit, Kai-Uwe Ebert und Josef Högemann (von links).
Der Bahnübergang am Mühlenteich soll mit einer Halbschranke gesichert werden. Über diese und weitere Pläne informierten André Slaar, Stefan Streit, Kai-Uwe Ebert und Josef Högemann (von links). Foto: Ruth Jacobus

Die Lappwaldbahn hat die Strecke der Teutoburger-Wald-Eisenbahn zwischen Dörenthe und Versmold übernommen und im vergangenen Jahr die Erneuerung in Angriff genommen. Die Arbeiten haben in Dörenthe begonnen und werden, so Ebert, in vier bis sechs Wochen Brochterbeck erreichen. Noch in diesem Jahr werden „ein paar erste Züge“ über die Strecke fahren. Der reguläre Betrieb des Güterverkehrs soll 2018 aufgenommen werden.

Fünf bis sechs Zugbewegungen soll es künftig pro Tag geben. Mehr lasse die eingleisige Strecke nicht zu, erläuterte Ebert. Am Wochenende können Personenzüge wie der historische „Teuto-Express“ die Gleise nutzen.

Durch Brochterbeck würden die Güterzüge mit 20 bis 30 Stundenkilometern fahren. Die Züge, aber auch die endlos verschweißten Gleise seien sehr leise. „Der Lärm hält sich massiv in Grenzen“, versicherte Ebert. Dennoch mache eine Eisenbahn natürlich Geräusche. „Aber bei fünf bis sechs Fahrten pro Tag denke ich, dass sich die meisten schnell daran gewöhnen werden.“

Bürgermeister Stefan Streit sprach den Sicherheitsaspekt an. Immerhin gibt es in Brochterbeck einige Bahnübergänge – unter anderem direkt an der Grundschule. Dieser und die Übergänge an der Bergstraße und an der Sandkuhle sollen mit Andreaskreuz, Blinklicht und Halbschranken gesichert werden. Kosten pro Übergang: rund 180 000 Euro, von denen die Stadt ein Drittel übernehmen würde. Man sei bereit, in die Sicherheit zu investieren, so Stefan Streit.

Dass der Lappwaldbahn dieses Thema am Herzen liegt, versicherte Kai-Uwe Ebert. In Brochterbeck gebe es drei Beispiele für Bahnübergänge, die nicht zwingend ausgebaut werden müssten, es aber werden. „Was wir aktuell machen, machen wir ohne Zwang.“

Was einige Brochterbecker neben dem Sicherheitsaspekt noch interessierte: Was ist mit den „Gärten mit Bahnanschluss“, sprich mit den Grundstücken, die direkt an die Strecke angrenzen beziehungsweise in den Jahren ohne Bahnbetrieb näher heran „gewandert“ sind? „Wer brav seine Fläche eingehalten hat, hat Bestandsschutz“, versicherte Ebert. Ansonsten werde man getreu dem Motto „Leben und leben lassen“ eine sinnvolle Lösung finden. Die Anlieger würden alle angeschrieben.

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