Karneval Westlicher Kleeberg
Ein Helau auf die Heimat

Tecklenburg-Brochterbeck -

„Brochterbeck Helau, Karneval Helau, Westlicher Kleeberg Helau!“ So startete am Samstag um 19.11 Uhr der Karneval der Fastnacht Westlicher Kleeberg im Saal Franz. Die Jecken, allesamt kostümiert, und Moderator Kalle Heeke feierten getreu dem Motto „Die Welt die wackelt, die Welt die eiert, am Westlichen Kleeberg da wird gefeiert; Putin, Trump und Erdogan geh´n uns heute gar nichts an“.

Sonntag, 19.02.2017, 16:02 Uhr

Klemens Poerschke hatte als Malermeister zwar die Lacher auf seiner Seite – dem Saal einen neuen Anstrich zu verpassen, war ihm allerdings nicht gestattet.
Klemens Poerschke hatte als Malermeister zwar die Lacher auf seiner Seite – dem Saal einen neuen Anstrich zu verpassen, war ihm allerdings nicht gestattet. Foto: Heinrich Weßling

„Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, ein unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen“, empfing der Vorsitzende Ralf Klaas die Gäste. Dabei lobte er besonders die Akteure aus den eignen Reihen, die sich in wochenlanger Arbeit Gedanken zum Karneval gemacht hatten.

  Foto: Heinrich Weßling

Mit einigen Stimmungsliedern starteten die rund 80 Anwesenden. Einige Plätze waren frei geblieben, was wohl der aktuellen Grippewelle geschuldet war, wie der Vorsitzende vermutete. Den Anfang in der Bütt machte Klemens Poerschke als Malermeister. Als Tapezierer wollte er dem Saal gleich ein neues Gesicht verpassen, resignierte dabei aber ebenso schnell wie zu Hause bei seiner Frau.

So richtig Stimmung kam auf, als der Kleeberger Hofchor auf die Bühne trat. Gleich fünf musikalische Beiträge wurden zum Besten gegeben. Alle mit Ironie und Witz gespickt. Auf die Bahnstrecke mit der Lappwaldbahn abgestimmt, brachten die Sänger und Sängerinnen zu Gehör: „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo, doch leider ohne Passagier. Mit jeder Runde, die er dreht, frag ich warum, frag ich wofür. . .“ Andreas Voß hatte die Zeilen zu Papier gebracht.

  Foto: Heinrich Weßling

Rita Voß hatte sich die Brochterbecker Landschaft musikalisch vorgenommen. Nach der Melodie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ sangen der Kleeberger Hofchor, „Zwischen Gleisen und Klinikum, läuft der Kleeberger Mensch herum. Dam dam, dam dam. Kalk und Steine können verweh´n, doch vom Kleeberg will keiner mehr gehen. . .“

  Foto: Heinrich Weßling

Zum Finale wurde das Lied „ Brochterbeck , du bist geil“ mit dem von Dr. Hans-Ludwig Klein verfassten Text gesungen. Angelehnt an „Atemlos“ von Helene Fischer hatten es die Brochterbecker für sich umgedichtet: „Ich zog von Städten auf die Dörfer im Land, bis ich dieses Dorf, perfekt und gut für uns fand, oho . . .“.

Weiter im Takt ging es mit Andreas Voß, der als Dorfchronist seit Jahren mit scharfer Zunge die Politik aufs Korn nimmt. Auch das Schmähgedicht von Jan Böhmermann auf den türkischen Präsidenten nahm sich Voß zur Brust.

Nach einer kleinen Tanzpause zogen die „Weltstadt am Kleeberg mit Rita-Toni Schreck“ unter der Regie von Elke Beulting auf die Bühne. Und nach über 200 Minuten karnevalistischen Treibens ging es für die Akteure und Gäste endgültig auf die Tanzfläche.  

  Foto: Astrid Springer

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