Jugendhilfe sucht Gasteltern
Alltagstauglich und erfahren

Tecklenburger Land -

Die evangelische Jugendhilfe Münsterland sucht Gastfamilien. Martina Zeblin, Sozialpädagogin und Mitarbeiterin im „JuMeGa“-Team („Junge Menschen in Gastfamilien“), möchte gezielt Familien, unterschiedlicher Zusammensetzung und Lebensstile sowie Einzelpersonen ansprechen.

Freitag, 17.03.2017, 19:03 Uhr

Das Team der Jugendhilfe unterstützt die Gasteltern regelmäßig. Es sucht noch weitere Interessenten, die einen Jugendlichen aufnehmen möchten.
Das Team der Jugendhilfe unterstützt die Gasteltern regelmäßig. Es sucht noch weitere Interessenten, die einen Jugendlichen aufnehmen möchten.

Die evangelische Jugendhilfe Münsterland sucht Gastfamilien . Martina Zeblin, Sozialpädagogin und Mitarbeiterin im „JuMeGa“-Team („Junge Menschen in Gastfamilien“), möchte gezielt Familien, unterschiedlicher Zusammensetzung und Lebensstile sowie Einzelpersonen ansprechen: „Sie sind vielleicht allein zu Hause, weil Ihre Kinder groß und längst ausgezogen sind? Nun haben sie freien Wohnraum und die nötige Zeit. Erziehung hat Ihnen Spaß gemacht. Jetzt können Sie sich vorstellen, eigene Ideen zu Hause zu verwirklichen und selbstbestimmt zu arbeiten. Oder in Ihrer Familie ist noch Platz für ein weiteren jungen Menschen.“

Auch Einzelpersonen, die sich sozial engagieren möchten, seien willkommen, so Zeblin, die weiter betont: „Settings mit alltagstauglichen, gestandenen Personen sind die perfekten Gemeinschaften. Zu den Stammfamilien zählen nach Angaben der Jugendhilfe viele alleinerziehende Mütter und Väter, Mitbürger mit Migrationsgeschichte und viele ältere Paare, deren Kinder erwachsen sind. Gemeinschaften sind auf Gelingen angelegt. Hier können unsere jungen Menschen gedeihen und bekommen eine zweite, echte Chance.“

Die evangelische Jugendhilfe ist überzeugt, dass Kinder und Jugendliche trotz schlechter Erfahrungen und Voraussetzungen zu lebenstüchtigen Menschen werden können. Eine Bedingung sei, dass es in ihrem Leben mindestens eine Person gebe, die an sie glaube. Das müsse kein Verwandter sein, vielleicht ein Lehrer oder ein Pfarrer, der den jungen Menschen stark mache fürs Leben.

Das „JuMeGa“-Projekt gibt es seit 2009 und ist im Münsterland in Coesfeld und Hörstel verortet. Das Hörsteler Team will das Gastfamilienkonzept auch in Niedersachsen vermehrt auf den Weg bringen. Interessenten, die Zeit und ein Einzelzimmer frei haben, nehmen einen jungen Menschen zwischen zehn und 18 Jahren auf. Die Jugendlichen bleiben manchmal ein halbes Jahr bis zu mehreren Jahren dort. Für ihre Tätigkeit benötigen die Gastfamilien keine pädagogische Ausbildung und bekommen regelmäßig Unterstützung vom „JuMeGa“-Team, versichert die Jugendhilfe. Für die anspruchsvolle Aufgabe gebe es eine angemessene Aufwandsentschädigung.

Interessierte Familien melden sich unter ✆ 0 54 59/80 27 902 (E-Mail: JuMeGa-Nord@ev-jugendhilfe.de).

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