Bocketaler begeistern Publikum
Frühjahrskonzert im Kulturhaus

tecklenburg-brochterbeck -

Blasmusik vom Feinsten, die haben die Bocketaler am Samstag im Kulturhaus geboten. Anlass war das Frühjahrskonzert. Das Publikum feierte die Musiker mit stehenden Ovationen.

Montag, 03.04.2017, 18:04 Uhr

Die Bocketaler überzeugten bei ihrem traditionellen Frühjahrskonzert im Tecklenburger Kulturhaus mit einem abwechslungsreichen Programm.
Die Bocketaler überzeugten bei ihrem traditionellen Frühjahrskonzert im Tecklenburger Kulturhaus mit einem abwechslungsreichen Programm. Foto: Marianne Voß

Wer am Samstag im Tecklenburger Kulturhaus ein Konzert mit traditioneller Blasmusik erwartet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Denn das was die Bocketaler in ihrem traditionellen Frühjahrskonzert boten, war alles andere als einfach.

Zahlreiche Proben und Übungsstunden sowie die sichere Hand des Dirigenten Niko Förster sorgten für ein musikalisches Ereignis auf hohem Niveau. Das Ensemble mit 46 Musikern im großen Orchester und sieben Nachwuchsmusikern sah nicht nur imposant aus, sondern präsentierte auch einen wunderbaren Klang.

Mit einem lustigen, nicht ganz ernst zu nehmenden „Herzblattspiel“ führte Marie Roeßmann gekonnt durch das Programm, das mit der Tower Hill Overture von Douglas Wagner begann.

„Bugler’s Holiday“ in einem Arrangement von Leroy Andersen trug das Trompetentrio mit Andreas Engelbert, Andreas Bohle und Jan Blömker mit vollem Klang vor.

„Pasadena“, das nach der gleichnamigen kalifornischen Stadt benannte Werk des Komponisten Jacob de Haan, brachte der junge Saxofon-Solist Marten Niehues ebenso erstklassig zum Ausdruck wie den schwungvollen „Astronauten-Marsch“ des böhmischen Komponisten und Militärmusikers Josef Ullrich. Mit vollem Einsatz wurden die Becken geschlagen, die Finger der Flötisten und Klarinettisten flogen nur so über die Instrumente.

Es folgten Auszüge aus dem Musical „Mary Poppins“. Die Ohrwürmer „Chim Chim Cher-ee“ und „Supercalifragilisticexpialidocious“ erwiesen sich nicht nur als sprachliche Zungenbrecher, sondern auch als instrumentale Herausforderung, die das Orchester jedoch souverän meisterte.

Das Stück „Posaunistenglanz“ von Willy Lange intonierten die vier Posaunisten Jürgen Westerkamp, Lukas Engelbert , Jutta Senghove und Julia Spanhoff.

Mit einem Marsch in Richtung „Swinging Jazz Blow your Horn“ von Kees Vlak gingen die Musiker in die Pause.

Im zweiten Teil zeigten die Bocketaler Nachwuchsmusiker, was sie drauf haben. Sieben Newcomer, die seit den Sommerferien im Vororchester spielen, zeigten ihr Können ebenfalls unter der Leitung von Niko Förster mit „Pirates Cave“ von Mark Williams und „Dragonfire“ von Paul Lavender. Sie spielten sich in die Herzen des Publikums und kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Es folgten klassische Klänge von Jacques Offenbach in einer swingenden Bearbeitung von Joe Grain. Ein weiteres Highlight war dann „Nessaja“ aus dem Musical „Tabaluga“ mit der Musik von Peter Maffay und dem Text von Rolf Zuckowski.

Dass die Bocketaler nicht nur Blasmusiker haben, zeigte sich, als der E-Gitarrist Jan Kockwelp das Orchester bei „In the Stone“ von Earth, Wind and Fire unterstützte. Eine Premiere, die gut ankam.

Axel Neyer, Renate Scheil, Lukas Engelbert, Andreas Bohle und Caroline Walter trumpften als Solisten beim „Original Dixieland Concerto“ von John Warrington auf.

Lang anhaltenden Applaus gab es für den nächsten Programmpunkt. Das Orchester begleitete das von Claudia Beckmann mit viel Harmonie gesungene „Dont’t know why“ von Jesse Harris.

Es folgten „Under the Sea“ aus dem Kinderfilm „Arielle“ von Howard Ashman und zum Schluss „Sir Duke“ von Stevie Wonder mit einem Solo von Lukas Engelbert.

Ohne die Zugaben „Uptown Funk“ von Bruno Mars und „Copacabana“ von Barry Manilow ließ das Publikum die Musiker nicht gehen. Es folgten zahlreiche Dankesworte von allen für alle. Besonders die vielfältigen Soli, die fantasievolle Moderation von Marie Roeßmann und die tolle Leitung durch den Dirigenten Niko Förster kamen an. „Ich bin stolz auf euch, ihr seid ‘ne geile Truppe“, brachte es der Vorsitzende Jan Blömker auf den Punkt. Stehende Ovationen und langanhaltender Applaus bestätigten sein Lob.

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