Kfz-Werkstatt möchte umziehen
Liebäugeln mit der Wiese

Tecklenburg -

Gewerbeflächen im Stadtgebiet? Absolute Mangelware. Der Inhaber der Kfz-Werkstatt Stammbusch hat zwar ein Grundstück ins Auge gefasst, doch ob er mit seinem Betrieb dorthin umsiedeln kann, muss noch geklärt werden. Der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss würde es ihm gerne ermöglichen, zweifelt aber, ob das gelingen kann.

Mittwoch, 10.05.2017, 21:05 Uhr

Auf dem Grundstück gegenüber der Feuerwehr soll die neue Kfz-Werkstatt entstehen. Am alten Standort (kleines Bild) ist eine Erneuerung des Unternehmens nicht möglich.
Auf dem Grundstück gegenüber der Feuerwehr soll die neue Kfz-Werkstatt entstehen. Am alten Standort (kleines Bild) ist eine Erneuerung des Unternehmens nicht möglich. Foto: Ruth Jacobus

Gewerbeflächen im Stadtgebiet? Absolute Mangelware. Der Inhaber der Kfz-Werkstatt Stammbusch hat zwar ein Grundstück ins Auge gefasst, doch ob er mit seinem Betrieb dorthin umsiedeln kann, muss noch geklärt werden. Der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss würde es ihm gerne ermöglichen, zweifelt aber, ob das gelingen kann. Mit sechs Ja-, drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen sprach er sich dafür aus, die Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung des Bebauungsplanes anzustoßen.

Die Werkstatt befindet sich derzeit an der Pagenstraße neben der Einfahrt zum Parkplatz Altstadt. Das Gebäude: nicht mehr zeitgemäß und renovierungsbedürftig. Eine Erneuerung an Ort und Stelle: unwirtschaftlich. Deshalb möchte das Unternehmen auf dem Grundstück an der Pagenstraße direkt gegenüber des Feuerwehrgerätehauses neu bauen.

„Es geht um die Weiterentwicklung eines mittelständischen Betriebes“, so Bürgermeister Stefan Streit . Es habe bereits eine informelle Abklärung mit der Bezirksregierung gegeben. „Generelle Ausschluss-Kriterien“ habe man nicht gefunden. Nun stelle sich die Frage, was die Kommune, sprich der Stadtrat, wolle. Es gehe um einen politischen Grundsatzbeschluss.

Das Gelände sei der Wunsch-Standort des Unternehmers, erläuterte Bernd Pieper , Leiter des Fachbereiches Bauen und Planen. Aus Sicht der Bezirksregierung sei eine Realisierung dort denkbar. Es müssten allerdings umfangreiche Planungsunterlagen erstellt werden.

Dreh- und Angelpunkt der Diskussion im Ausschuss: Muss ein 100 Meter-Abstand zur Wohnbebauung eingehalten werden oder nicht?“ Es wäre doch schade, Geld in die Hand zu nehmen, wenn der Neubau letztendlich doch nicht möglich sei, meinte der Ausschussvorsitzende Werner Kugler.

Bernd Pieper zeigte sich überzeugt, dass dieser Abstand nicht notwendig sei, wenn vorhabenbezogen ein Mischgebiet ausgewiesen werde. Doch daran äußerten mehrere Ausschussmitglieder Zweifel. Thomas Eber-hardt ( SPD ), der sich aus beruflichen Gründen mit der Thematik auskennt, verwies auf den Abstandserlass des Landes. Ob der hier greife, müsse genauestens geprüft werden, bevor der Investor viel Geld für die Planung ausgebe.

Das Thema wird in der Sitzung des Stadtrates am 23. Mai im Kulturhaus weiter behandelt.

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