22-jähriger Tecklenburger verurteilt
Diebestouren im Nachbarort

Tecklenburg/Bad Iburg -

Mindestens sieben Mal machte sich ein Tecklenburger auf nach Natrup-Hagen, um am Bahnhof sowie in der näheren Umgebung Fahrräder, Motorroller sowie ein Auto zu stehlen. Das Amtsgericht Bad Iburg verurteilte den 22-Jährigen dafür zu elf Monaten Haft auf Bewährung.

Donnerstag, 11.05.2017, 23:05 Uhr

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, vier Fahrräder und zwei Motorroller gestohlen zu haben. Außerdem soll er einen Opel Vectra von einem Privatgrundstück in Natrup-Hagen entwendet haben. Da das Auto allerdings nicht mehr fahrtüchtig war, sei er gezwungen gewesen, es einige Straßen weiter zurückzulassen. Der Tecklenburger räumte den Diebstahl eines Motorrollers sowie dreier Fahrräder ein.

Der Angeklagte bestritt aber, den Opel stehlen zu wollen. Er habe Stress mit seiner Familie gehabt und sei nach Natrup-Hagen gelaufen. Dort habe er das Auto gesehen und sich hineingesetzt: „Ich habe gechillt.“ Später sei er aber doch nach Hause zurückgekehrt. Er behauptete, nachts in dem Wagen gesessen zu haben. Der Eigentümer erklärte jedoch, dass das Auto im Laufe des Tages gestohlen und bereits am Abend in etwa 200 Metern Entfernung gefunden worden sei.

Die Staatsanwältin war überzeugt, dass der 22-Jährige für alle angeklagten Diebstähle verantwortlich ist. Sie plädierte für eine Freiheitsstrafe von elf Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne. „Mit einer positiven Sozialprognose tue ich mich schwer“, so die Juristin. Zudem beantragte sie eine Arbeitsauflage von 250 Stunden. „Ich entschuldige mich für die Straftaten, die ich gemacht habe“, beteuerte der Angeklagte in seinem Schlusswort.

Der Richter folgte dem Antrag der Staatsanwältin, beließ es aber bei 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit. „Geldstrafen haben Sie bisher nicht davon abgehalten, immer wieder straffällig zu werden“, betonte der Vorsitzende mit Blick auf den Bundeszentralregisterauszug des Angeklagten, der in der Vergangenheit vor allem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgefallen war. Sowohl der 22-Jährige als auch die Staatsanwältin akzeptierten das Urteil.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4827210?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Wissenschaftlerin klagt erfolgreich gegen Befristung
Prozess vor dem Bundesarbeitsgericht: Wissenschaftlerin klagt erfolgreich gegen Befristung
Nachrichten-Ticker