Dünnwald-Ausstellung
Besucher fasziniert von der Kunst

Tecklenburg -

Den Garten kannte ich. Den kennt ja jeder hier in Tecklenburg. Aber dass der auch gemalt hat.“ Eine Stimme unter vielen der exakt 704 Besucher, die zwischen dem 22. April und dem 1. Mai den Weg zur Ausstellung in die Legge fanden. Manfred Middendorf, Mitglied des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg blickt zurück auf die Ausstellung mit Werken des Tecklenburger Malers Arnold Maria Dünnwald.

Montag, 15.05.2017, 19:05 Uhr

„Den Garten kannte ich. Den kennt ja jeder hier in Tecklenburg. Aber dass der auch gemalt hat.“ Eine Stimme unter vielen der exakt 704 Besucher, die zwischen dem 22. April und dem 1. Mai den Weg zur Ausstellung in die Legge fanden.

Manfred Middendorf , Mitglied des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg blickt zurück auf die Ausstellung mit Werken des Tecklenburger Malers Arnold Maria Dünnwald :

„Wer die beiden umfangreichen Ordner durchblättert, in denen Michael Heimann das Gesamtwerk Arnold Maria Dünnwalds fotografisch dokumentiert, der muss dieses „auch“ in der oben zitierten erstaunten Bemerkung der Besucherin schon recht spaßig finden. An die 600 Werke haben sich da gefunden, und man fragt sich, wann er neben dem Malen, Zeichnen, Modellieren eigentlich noch Zeit für die Familie und seinen Steingarten hatte.

Andererseits aber hat dieses auch durchaus seine Berechtigung. Denn kaum etwas von dem, was er geschaffen hat, fand den Weg in die Öffentlichkeit. Als Maler, Zeichner und Modellierer bekannt war Dünnwald nur wenigen, nämlich einigen Kunstkennern und Freunden der Familie.

Dass das durch die Ausstellung des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg nun anders geworden ist, bezeugen Eintragungen zahlreicher Besucher im Gästebuch. Man zeigt sich überrascht und fasziniert von der Vielfalt und Kunst der Bilder und Zeichnungen, hält alles für ganz große Kunst oder bedankt sich für die besondere Ehre, solche wunderbaren Werke der Kunst zu sehen, wie Besucher aus Schottland meinten. Man zeigt sich erfreut, dass man durch die Ausstellung Zugang zu Bildern eines wahren Könners und echten Tecklenburgers gefunden habe und bedauert, dass der Ausstellungszeitraum so kurz gewesen sei.

An neun Tagen war die Legge für je vier bis sieben Stunden zugänglich. Um das zu leisten, bedurfte es einer nicht geringen Zahl von Freiwilligen, die mehrfach für einige Stunden die Betreuung übernahmen. Doch schwingt in dem Bedauern über die Kürze des Ausstellungszeitraums vermutlich noch eine andere Vorstellung mit, die es wert ist, ernstgenommen zu werden.

Dünnwald ist nicht der einzige Maler, der sich durch den kleinen Ort am Rande des Teutoburger Waldes und die umgebende Landschaft inspirieren ließ. Die Häufung wenn schon nicht immer bekannter, so doch offenkundig talentierter Maler, die eine glückliche und erfüllte Zeit in den Mauern der Stadt erleben durften, die sie produktiv sein ließ, ist augenfällig. Einer, Otto Modersohn, hat es zu einem würdigen und dauernden Gedächtnis gebracht; andere wie Alf Depser, Hans-Wolff von Ponickau, Fritz Haase und eben Arnold Maria Dünnwald tauchen auf und verschwinden wieder.

Tecklenburg hat allen Grund, sich seiner Geschichte und seines Zaubers zu erinnern, den die Genannten empfunden und ins Bild gesetzt haben mögen. Wie wäre es mit einer Ausstellung, in der wir ihr Werk anhand einiger ausgesuchter Beispielen dauerhaft dokumentieren? Wir sind es uns und ihnen schuldig“, schließt Manfred Middendorf seinen Rückblick, der zugleich eine Vorausschau auf kommende Ausstellungen ist.

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