Ledder Werkstätten
Enorme Kaufkraft für die Region

Tecklenburg-Leeden -

Ralf Hagemeier war jetzt zu Gast beim Leedener Altherrenclub. Der Geschäftsführer der Ledder Werkstätten stellte die diakonische Einrichtung vor, die im gesamten Altkreis Tecklenburg tätig ist.

Freitag, 09.06.2017, 04:06 Uhr

Der Altherrenclub Leeden und Pfarrrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff informierten sich über die Ledder Werkstätten.
Der Altherrenclub Leeden und Pfarrrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff informierten sich über die Ledder Werkstätten.

Ralf Hagemeier war jetzt zu Gast beim Leedener Altherrenclub. Der Geschäftsführer der Ledder Werkstätten stellte die diakonische Einrichtung vor, die im gesamten Altkreis Tecklenburg tätig ist. Wilfried Brönstrup begrüßte den Gast, der interessante Zahlen mitgebracht hatte.

„Das Geld ist zuerst in Menschen gut angelegt und erzeugt anschließend eine vielfältige Wirkung im gesellschaftlichen Miteinander“, fasste Ralf Hagemeier gleich zu Anfang seinen Vortrag zusammen. Eine Geldmenge fließe in die Einrichtung, so Hagemeier, und erzeuge verschiedene Wirkungen: Gesetzliche Ansprüche der 1300 Menschen mit Behinderung würden erfüllt. Dank der Arbeitsvielfalt könne ausnahmslos jede und jeder versorgt werden.

Aber kostet die Versorgung behinderter Menschen den Staat nur Geld? Etwa 40 Prozent der Kosten, erläuterte Hagemeier, flössen über Steuern und Abgaben direkt zurück in die öffentliche Hand – größerenteils Bundesmittel, die sonst gar nicht in die Region kämen.

Zwei bis drei Millionen Euro steckten die Werkstätten jährlich in Investitionen „zur Weiterentwicklung der Qualität“, eine weitere Million in die Instandhaltung der über 40 Immobilien. Damit sei man Premium-Kunde der regionalen Wirtschaft.

Rund 2,5 Millionen Euro würden pro Jahr an Beschäftigte als Arbeitsentgelte ausgezahlt. Damit gäben die Ledder Werkstätten fast die gesamten aus den Auftragsarbeiten erzielten Gewinne weiter. Rund 20 Millionen Euro umfasse der Posten Gehälter für 500 Mitarbeiter – zusammen eine enorme Kaufkraft für die Region.

Wichtig für ihn sei, so Hagemeier weiter, dass Menschen mit Behinderung durch ihre Arbeit täglich wertschöpfend tätig seien. Die neuen Dienstleistungskonzepte (Samocca-Cafés, Laden „LebensMittelpunkt“) würden zum Gemeinwohl beitragen und teils nicht mehr vorhandene Versorgungsstrukturen – wie beim Leedener Laden – ersetzen. Nicht zuletzt entlaste die verlässliche Betreuung der Menschen Hunderte Eltern, die ihren Berufen nachgehen könnten und damit Steuerzahler seien.

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