Sportplatz-Sanierung
2400 Tonnen Boden entsorgt

Tecklenburg -

Es herrscht viel Verkehr auf der Straße zum Tecklenburger Sportplatz – Schwerlastverkehr. Zehn bis zwölf Fahrzeuge sind teilweise bis zu zweimal am Tag unterwegs, um den mit Kieselrot belasteten Boden abzutransportieren. Er wird zu einer Sonderdeponie nach Düsseldorf gebracht.

Donnerstag, 08.06.2017, 23:06 Uhr

Die ehemalige Weitsprunganlage sowie der restliche Leichtathletikbereich seind bereits ausgegraben. Vor Ort sahen sich Hasan Ünsal, Stefan Streit, Dr. Peter Dreschmann, Patrick Schulte und Bodo Kienemann um.
Die ehemalige Weitsprunganlage sowie der restliche Leichtathletikbereich seind bereits ausgegraben. Vor Ort sahen sich Hasan Ünsal, Stefan Streit, Dr. Peter Dreschmann, Patrick Schulte und Bodo Kienemann um. Foto: Ruth Jacobus

Es herrscht viel Verkehr auf der Straße zum Tecklenburger Sportplatz – Schwerlastverkehr. Zehn bis zwölf Fahrzeuge sind teilweise bis zu zweimal am Tag unterwegs, um den mit Kieselrot belasteten Boden abzutransportieren. Er wird zu einer Sonderdeponie nach Düsseldorf gebracht. Am Montag, 29. Mai, haben die Arbeiten begonnen, am kommenden Mittwoch sollen sie abgeschlossen sein.

„Mittlerweile sind rund 2400 Tonnen kontaminierter Boden ausgebaut und entsorgt worden“, erläutert Dr. Peter Dreschmann, Geschäftsführer der Fachfirma DTCOM aus Aachen. Er ist als Gutachter täglich von morgens bis abends vor Ort, überwacht die Arbeiten und gibt Anweisungen, wie tief und wie breit ausgebaggert werden muss. Die letzten Feinarbeiten werden dann quasi mit der Schaufel erledigt.

Die Firma Köster mit Sitz in Mülheim führt die Sanierungsarbeiten durch. Die thermische Entsorgung von Kieselrot koste 150 Euro pro Tonne, die auf einer Sonderdeponie 50 Euro, nannte Hasan Ünsal Zahlen. Er ist Projektleiter Stoffstrommanagement bei Köster und schilderte auch, wie engmaschig die Transporte überwacht werden. Das Kieselrot aus Tecklenburg landet auf der Deponie.

So einiges an Schutt haben die Fachleute übrigens beim Ausbaggern gefunden. Der stammt wohl noch aus dem 1950er Jahren, als die Anlage gebaut wurde und der eine oder andere seine „Abfälle“ dorthin gebracht hat.

Bei trockenem Wetter wird der kontaminierte Boden mit Großflächenregnern befeuchtet, damit kein Staub aufwirbelt und möglicherweise Nachbargrundstücke belastet. Das sei damit sichergestellt, so Dreschmann. Wer den kontaminierten Bereich betreten will, muss vorher eine Schwarz-Weiß-Anlage durchlaufen, Schutzanzug sowie Baustellenstiefel anziehen. Das galt gestern auch für die Besucher der Stadt und der Presse.

Dass die Arbeiten zügig voranschreiten, freut auch Bürgermeister Stefan Streit sowie Patrick Schulte und Bodo Kienemann vom zentralen Gebäudemanagement der Stadt. Gerade wegen der bevorstehenden Sommerferien sei es wichtig, den Zeitplan einzuhalten. Mit dem Neubau der Sportanlage inklusive Kunstrasenplatz wolle man schnell loslegen. „Wenn die Arbeiten Mittwoch abgeschlossen werden, hat der TuS Graf Kobbo freie Bahn.“

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