Kindergarten Brochterbeck
Trommeln für den Kindergarten

Tecklenburg-Brochterbeck -

1380 Unterschriften hat Domvikar Dr. Jochen Reidegeld gestern in die Hand gedrückt bekommen. Sie dokumentieren den Willen der Brochterbecker, dass die katholische Kirche die Trägerschaft für eine zweite Kindertageseinrichtung übernimmt. Das Bistum hat sich dem Wunsch der Kirchengemeinde verschlossen.

Mittwoch, 14.06.2017, 06:23 Uhr

Vom Kleinkind bis zum Senior: Die Kindergartensituation interessiert in Brochterbeck alle Generationen. Vor dem Familienzentrum St. Peter und Paul trafen sie sich zur Abfahrt nach Münster, um dort den dicken, bunt bemalten Umschlag mit den Unterschriftenlisten abzugeben.
Vom Kleinkind bis zum Senior: Die Kindergartensituation interessiert in Brochterbeck alle Generationen. Vor dem Familienzentrum St. Peter und Paul trafen sie sich zur Abfahrt nach Münster, um dort den dicken, bunt bemalten Umschlag mit den Unterschriftenlisten abzugeben. Foto: Ruth Jacobus

Auf einen knappen Nenner gebracht, hieß die Losung des Tages in Münster gestern: Lasst den Worten Taten folgen. Das haben sich die Brochterbeck zu Herzen genommen und 1380 Unterschriften im Generalvikariat in Münster übergeben. Sie wollen damit erreichen, dass sich die katholische Kirche , sprich die Gemeinde Heilig Kreuz, um die Trägerschaft für den neuen Kindergarten bewirbt. Denn diese möchte das gern, doch das Bistum hat abgewunken.

Dagmar Kerssen und Rita Voß sowie betroffene Eltern hatten die Unterschriftenaktion federführend in die Wege geleitet und zur „Demo“ nach Münster eingeladen. Mit Transparenten und Trommeln trafen sich gestern über 30 Brochterbecker vor dem Familienzentrum St. Peter und Paul zur Abfahrt. Von Senioren über Eltern und Jugendliche bis hin zu Kindern waren alle Generationen vertreten.

Drei Schüler erzählten, wie wichtig das Familienzentrum für ihre Einbindung sei. Sie seien früher in den Kindergarten St. Peter und Paul gegangen, dann in den Kinderchor und so in die kirchliche Gemeinschaft hineingewachsen. „Wir helfen in der Kirche aus, wenn wir gebraucht werden“, sagten sie unisono.

Wenn ein zweiter Kindergarten unter anderer Trägerschaft entstehe, werde es einen Konkurrenzkampf geben, so die Befürchtung einiger Mütter. Sie sehen dadurch das Familienzentrum in Gefahr, das so viel für die Bevölkerung mache.

Das Bistum wolle generell nicht in neue Kindertageseinrichtungen investieren, und da lege man den Finger drauf, versicherte Dagmar Kerssen. „Das kann man nicht pauschal beschließen.“ Man müsse die Situation vor Ort kennen. Sie freute sich nach dem Besuch in Münster, dass die Gruppe aus Brochterbeck dort von Domvikar Dr. Jochen Reidegeld sehr freundlich empfangen worden sei. „Es hat ein gutes, langes Gespräch gegeben.“ Sie glaube, der Wunsch der Brochterbecker sei in Münster angekommen. Ob die Unterschriftenaktion einen positiven Einfluss auf die Entwicklung habe, wisse man natürlich nicht. Reidegeld wolle das Anliegen an die zuständigen Gremien weitergeben und habe eine Rückmeldung versprochen.

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