Stadt möchte investieren
Kneippen und saunieren im Waldfreibad

Tecklenburg -

Erst in die Sauna, dann ins kühle Nass des Waldfreibades: Was im vergangenen Jahr rege genutzt wurde, gibt es auch in dieser Saison. Der Förderverein hat erneut eine mobile Sauna gemietet, die den Besuchern des Waldfreibades kostenlos zur Verfügung steht. „2016 ist sie richtig gut genutzt worden“, berichten Guido Strotmann und Kati Mey vom Förderverein. Rund 800 Besucher haben sie gezählt. Im nächsten Jahr könnte diese Sauna „Konkurrenz“ bekommen.

Dienstag, 27.06.2017, 20:06 Uhr

Hereinspaziert in die mobile Sauna. Kati Mey vom Förderverein freut sich, dass dieses Angebot erneut kostenlos gemacht werden kann.
Hereinspaziert in die mobile Sauna. Kati Mey vom Förderverein freut sich, dass dieses Angebot erneut kostenlos gemacht werden kann. Foto: Ruth Jacobus

Erst in die Sauna, dann ins kühle Nass des Waldfreibades: Was im vergangenen Jahr rege genutzt wurde, gibt es auch in dieser Saison. Der Förderverein hat erneut eine mobile Sauna gemietet, die den Besuchern des Waldfreibades kostenlos zur Verfügung steht. „2016 ist sie richtig gut genutzt worden“, berichten Guido Strotmann und Kati Mey vom Förderverein. Rund 800 Besucher haben sie gezählt.

Im nächsten Jahr könnte diese Sauna „Konkurrenz“ bekommen: Die Stadt möchte auf dem Freibad-Gelände einen ganzjährig geöffneten Kneipp-Badbetrieb errichten mit einem Bereich für Kneipp-Anwendungen und einer Sauna. Damit soll einerseits die Attraktivität des Waldfreibades gesteigert werden, andererseits dient ein zweiter Kneipp-Badbetrieb dazu, dass Tecklenburg Kneipp-Kurort bleiben darf. Was wiederum gut fürs Image ist und für den städtischen Haushalt. Vom Land gibt es jährlich rund 40 000 Euro als pauschale Zuwendung für die Kureinrichtungen.

Nun droht der Titel aberkannt zu werden, den die Stadt Tecklenburg seit dem Jahr 1999 tragen darf. Damals wurde zur Auflage gemacht, dass spätestens bis zum Jahr 2002 eine zweite Badabteilung – neben der in der Klinik Tecklenburger Land – nachzuweisen ist. Seitdem gab es immer wieder Bemühungen, diese Auflage zu erfüllen, sei es im Hotel Drei Kronen oder in einem Wellness-Hotel im Sundern. Diese scheiterten ebenso wie das Vorhaben, das Kurgebiet planerisch auszudehnen bis zum Hotel Teutoburger Wald. Gegen die Änderung der Kurbetriebsgrenzen hatten sich vor allem landwirtschaftliche Betriebe gewehrt, die angrenzen und dadurch Beeinträchtigungen befürchteten.

Nun kommt die Physiotherapie- und Ergotherapieeinrichtung „Vithera“ ins Spiel. In deren Praxisräumen am Parkplatz an der Post ist allerdings kein Platz für einen Badbetrieb. Es folgten Gespräche mit der Bäder und Wasser GmbH, dem Kneipp-Verein Tecklenburger Land und dem Förderverein des Waldfreibades. Das Ergebnis kommt am Dienstag, 4. Juli, auf den Tisch, wenn ab 17 Uhr der Stadtrat im Kulturhaus zusammenkommt. Der Architekt Timo Bardelmeier hat bereits Planungen vorgelegt. Die Baumaßnahme könnte kurzfristig nach dem Ende der Badesaison im September beginnen. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 120 000 Euro.

Ende August ist eine Begehung des Kurortes durch die Bezirksregierung und die Besuchskommission des Landesfachbeirates für Kurorte und Heilquellen angesetzt.

Die Voraussetzungen für den Titel Luftkurort sind in Tecklenburg nach wie vor gegeben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4961876?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Nachrichten-Ticker