7800 Euro von NRW-Stiftung
Viel Geld fürs Puppenmuseum

Tecklenburg -

Wenn Puppen Beifall klatschen könnten – sie hätten es vermutlich getan. Weil die Exponate im Tecklenburger Puppenmuseum aber nun einmal stumm und unbeweglich sind, konnten lediglich Museums-Chef Heiner Schäffer und Patrick Schulte von der Stadt Tecklenburg Hans-Günther Fascies ihren Dank aussprechen. Der 77-Jährige, der laut eines Eintrags auf den Internetseiten der Nordrhein-Westfalen-Stiftung seit gut 60 Jahren ehrenamtlich für diese Institution tätig ist, überbrachte jetzt eine Spende in Höhe von 7800 Euro.

Dienstag, 25.07.2017, 23:07 Uhr

Eine Spende in Höhe von 7800 Euro überbrachte Hans-Günther Fascies (links) im Namen der NRW-Stiftung. Darüber freuen sich Patrick Schulte von der Stadtverwaltung und der Chef des Puppenmuseums, Heiner Schäffer (von links).
Eine Spende in Höhe von 7800 Euro überbrachte Hans-Günther Fascies (links) im Namen der NRW-Stiftung. Darüber freuen sich Patrick Schulte von der Stadtverwaltung und der Chef des Puppenmuseums, Heiner Schäffer (von links). Foto: Sigmar Teuber

Wenn Puppen Beifall klatschen könnten – sie hätten es vermutlich getan. Weil die Exponate im Tecklenburger Puppenmuseum aber nun einmal stumm und unbeweglich sind, konnten lediglich Museums-Chef Heiner Schäffer und Patrick Schulte von der Stadt Tecklenburg Hans-Günther Fascies ihren Dank aussprechen. Der 77-Jährige, der laut eines Eintrags auf den Internetseiten der Nordrhein-Westfalen-Stiftung seit gut 60 Jahren ehrenamtlich für diese Institution tätig ist, überbrachte jetzt eine Spende in Höhe von 7800 Euro. Sie soll, so Heiner Schäffer, für den Aus- und Umbau von zwei Räumen verwendet werden, in denen einst Bilder von Otto Modersohn zu sehen waren. Seit für diese Exponate ein eigenes Museum zur Verfügung steht, werden die Zimmer im Puppenmuseum nicht wirklich genutzt.

„Das ist heute wieder einmal ein positiver Termin“, freute sich Heiner Schäffer. Zum wiederholten Male sei ein Vertreter der NRW-Stiftung zu Gast, um eine Zuwendung zu überbringen. Was damit gemacht werden soll, erklärte der Museums-Chef vor Ort. „Wir werden zwei Fenster komplett von innen verkleiden, um eine weitere Wand für Exponate zu erhalten. Darüber hinaus werden zwei Türen, die zurzeit unterschiedliche Höhen habe, angeglichen. Vorhandene Bilderschienen an den Decken bleiben bestehen. Die Wände werden ab einer gewissen Höhe verstärkt, damit die Bilder, die zurzeit aufgrund der Anbringung der Schienen ein paar Zentimeter Abstand zur Wand haben und deshalb nicht plan hängen, künftig anliegen“, so Schäffer. Die Alarmanlage werde erweitert, die Lichtanlage auf LED-Technik umgestellt. Abschließend erhalten die Räume einen neuen Anstrich.

Lange habe man sich um das neue Konzept der beiden Räume Gedanken gemacht, so Heiner Schäffer weiter. Mit Hilfe des Tecklenburger Innenarchitekten Jürgen Lutterbeck sei schließlich die Lösung gefunden worden. „Das alles gibt es natürlich nicht für’n Appel und n’ Ei“, so der Fachmann. Insgesamt werde der Umbau rund 12 000 Euro kosten. Die Spende in Höhe von 7800 Euro von der NRW-Stiftung helfe da enorm weiter.

Hans-Günther Fascies erinnerte sich daran, nicht nur bereits mehrfach im Puppenmuseum sondern auch zuletzt im Advent 2016 für einen Besuch des Nikolaus-Marktes im Burgstädtchen gewesen zu sein. Das Geld, das er überbracht habe, stamme „nicht aus dem Steuertopf“, machte er deutlich. Dass die NRW-Stiftung helfen könne, sei größtenteils ihren derzeit etwa 500 Mitgliedern zu verdanken. Jährlich könne die Institution mit deren Hilfe etwa 500 000 Euro an Fördergeldern verteilen.

Auch Patrick Schulte, der in Vertretung des Tecklenburger Bürgermeisters Stefan Streit gekommen war, bedankte sich bei Fascies für die Zuwendung. Die Stadt Tecklenburg selbst werde sich mit 2000 Euro am Umbau der beiden Räume beteiligen und so dazu beizutragen, „Kulturgut am Leben zu erhalten“, berichtete er.

Sind die Räume fertig, so Heiner Schäffer, soll zunächst eine Ausstellung von Bildern des Künstlers Arnold Maria Dünnwald darin zu sehen sein. Der 2004 verstorbene Maler, dessen Werke kürzlich erst in der Legge zu sehen waren (diese Zeitung berichtete), hat Landschaftsgemälde, Porträts und Stillleben geschaffen, die immer wieder auch Tecklenburger Motive zeigen. Eine Foto-Ausstellung soll sich später anschließen.

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