Ausstellung in der Legge
Drei Frauen – eine Passion: Freude an der Kunst

TEcklenburg -

Gudrun Harmsen, Karin MacKay und Elisabeth Pawils sind nicht zum ersten Mal in Tecklenburg zu Gast. Viele der Besucher verfolgen den künstlerischen Weg der Osnabrückerinnen seit vielen Jahren. Bei der Vernissage zur neuen Ausstellung, die bis zum 3. September zu sehen ist, trafen sie nicht auf bekannte Werke.

Montag, 14.08.2017, 05:08 Uhr

Künstlerinnen unter sich: Karin MacKay, Gudrun Harmsen und Elisabeth Pawils (von links) zeigen zum wiederholten Mal ihre Werke in der Legge.
Künstlerinnen unter sich: Karin MacKay, Gudrun Harmsen und Elisabeth Pawils (von links) zeigen zum wiederholten Mal ihre Werke in der Legge. Foto: Sigmar Teuber

Küsschen links, ein erfreutes Hallo rechts: Man kennt sich gestern in der Legge. Die drei Künstlerinnen haben ihre Fangemeinde. Schließlich sind Gudrun Harmsen , Karin MacKay und Elisabeth Pawils nicht zum ersten Mal in Tecklenburg zu Gast. Viele der Besucher verfolgen den künstlerischen Weg der Osnabrückerinnen seit vielen Jahren. Bei der Vernissage zur neuen Ausstellung, die bis zum 3. September zu sehen ist, trafen sie nicht auf bekannte Werke. Viele der Bilder, Skulpturen und Objekte sind neu und überraschen mit ihren Themen, Farben und Formen.

Die Arbeiten von Gudrun Harmsen sind still, entstanden aus einer zweckfreien, fast meditativen Haltung, wirken nicht durch starke Farben, sondern ihre Schlichtheit. Sie kombiniert spielerisch Papier und andere Materialien, indem sie sie mit Farbe und Leim verbindet. Dann lässt sie nach eigener Aussage dem Geschehen seinen Lauf. Ihre Präsentation soll den Blick für „das Kostbare im Unscheinbaren“ schärfen. Eine Haltung, die sie gestern auch mit einem selbst verfassten Haiku, einen japanischen Kurzgedicht, zum Ausdruck bringt.

Karin MacKay präsentiert farbstarke, zum Teil großformatige Landschaften, Bilder, die Farben und Motive aus Schottland aufgreifen. Sie arbeitet nach eigenem Bekunden mit „fließenden Farben“, verwendet ungewöhnliche Materialien wie Bitumen und Champagnerkreide, um ihren Werken Ausdruck zu verleihen. Ihre Skulpturen entstehen aus Holz unter dem Einsatz einer Kettensäge, einer Flex, eines Brenners und einer Raspel. Sie „entwickeln sich“ durch tägliche Arbeit so lange, „bis ich spüre, dass es jetzt reicht“, sagt die Künstlerin.

Die Dritte im Bunde ist Elisabeth Pawils. Sie zieht die Betrachter mit ungewöhnlichen szenischen Darstellungen aus alten Werkzeugen in den Bann. Ihre Kompositionen erzählen Geschichten und verblüffen mit Fragen wie: Was könnte dahinterstecken, wenn der Oberst die schwangere Tochter seines erkrankten Fahrers zum Frauenarzt begleitet? Die Antworten zu finden, das überlässt die Künstlerin dem Suchenden.

Neben Skulpturen zeigt Elisabeh Pawils Bilder, die oft die Themen Wasser, Schiffe und Strand aufgreifen, dabei jedoch nicht gegenständlich sind. Auch bei deren Entstehungsprozess verlässt sich sich auf ihre Empfindungen. „Wenn ich arbeite, ist der Verstand weg, dann ist nur die Intuition wichtig“, sagt sie.

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