Otto Modersohn Museum
Beweise großer Zuneigung

Tecklenburg -

Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn – ein Ehepaar, das erst über Umwegen zueinander gefunden hat. Die beiden verband eine besondere Leidenschaft....

Freitag, 08.09.2017, 08:09 Uhr

Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn: Ihre Briefe finden sich in einem Buch wieder, das Ende Oktober erscheint.
Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn: Ihre Briefe finden sich in einem Buch wieder, das Ende Oktober erscheint.

Der überraschende Fund eines Großteils des Briefwechsels zwischen Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker erscheint im Oktober unter dem Buchtitel „Wir gehören uns ja“. Das Otto Modersohn Museum Tecklenburg veranstaltet dazu am 19. Oktober eine Lesung aus diesen Briefen.

Als Paula Becker 1899 den wesentlich älteren Otto Modersohn kennenlernt, ist sie eine junge, ehrgeizige Künstlerin, die um jeden Preis malen will. Er dagegen ist längst anerkannt, einer der Gründer der Künstlerkolonie in Worpswede und außerdem verheiratet. Trotz dieser Widrigkeiten ist die gegenseitige Anziehung unübersehbar, und ein Jahr später werden die beiden ein Paar.

Schon die ersten Briefe, die sie während Paula Beckers Reisen nach Berlin und Paris wechseln, zeugen von der großen Zuneigung der beiden, aber auch von ihrer tiefen Verbundenheit im künstlerischen Schaffen. In den späteren Jahren dient der schriftliche Austausch immer wieder dazu, sich über Malerei und das Formulieren der künstlerischen Ziele auseinanderzusetzen. Und nicht zuletzt gibt es Anek­doten aus dem Worpsweder Freundeskreis zu erzählen, und Paula Becker berichtet amüsiert vom Ehevorbereitungskursus in Berlin.

Das Otto Modersohn Museum hat die Schauspieler Verena Güntner

Verena Güntner

Verena Güntner

nd Robert Levin eingeladen, aus dem Buch, das erst am 23. Oktober erscheint, zu lesen. Robert Levin hat an der Hochschule der Künste Bern Schauspiel studiert und in Tübingen und Bremen Theater gespielt. Seit 1998 arbeitet er haupt- und freiberuflich als Sprecher. In Carlo Modersohns Filmdokumentation „So weit und groß – Die Natur des Otto Modersohn“ ist Robert Levin als Stimme Otto Modersohns zu hören.

Verena Güntner studierte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg und war festes Ensemblemitglied am Bremer Theater. Seit 2004 arbeitet sie auch als Sprecherin, vorwiegend für Dokumentationen und den Hörfunk. Sie verkörperte die Titelrolle in dem Arte-Film „Paula Modersohn Becker – Geschichte einer Malerin“ und lieh in den Dokumentarfilmen „So weit und groß – die Natur des Otto Modersohn“

Robert Levin. Foto: WDR

Robert Levin. Foto: WDR

von Carlo Modersohn und „4 x Paris“ von Corinna Belz Paula Modersohn-Becker ihre Stimme.

Die Lesung beginnt am Donnerstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr in der Remise von Haus Marck. Der Eintritt kostet 15 Euro, für Mitglieder des Förderkreises 13 Euro. Eintrittskarten gibt es im Otto Modersohn Museum Tecklenburg, Markt 9, ✆ 0 54 82/92 62 160,

 

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