Freilichtspiele zufrieden
Bühne zählt über 100.000 Besucher

Tecklenburg -

„Rebecca“, dieses dramatische Musical, war auf der Freilichtbühne schon der Renner, bevor es Premiere gefeiert hatte. „Schon im Vorverkauf war der Hype erkennbar“, sagt Intendant Radulf Beuleke und zieht nach dem Ende der Saison Bilanz.

Freitag, 15.09.2017, 21:09 Uhr

Solche Bilder sind den Freilichtspielen am liebsten: Die Akteure treten vor ausverkauftem Haus auf. Das Foto entstand bei der Gala „Musical meets Pop“, die Jahr für Jahr ein Publikumsmagnet ist.
Solche Bilder sind den Freilichtspielen am liebsten: Die Akteure treten vor ausverkauftem Haus auf. Das Foto entstand bei der Gala „Musical meets Pop“, die Jahr für Jahr ein Publikumsmagnet ist. Foto: Detlef Dowidat

Fast 46 000 Zuschauer kamen, um „Rebecca“ zu sehen. Insgesamt zog die Bühne 100.700 Gäste aus Nah und Fern nach Tecklenburg. „Wir sind zufrieden“, versichert der Intendant.

Die wenigsten Zuschauer verbuchte das Musical „Shrek". Es waren 16.500. Viele seien wohl der Fehlannahme erlegen, dass es sich um ein Kinderstück handele oder das Musical zu albern sei. „Dabei hatte es durchaus Tiefgang“, so Radulf Beuleke . Zudem sei es von der Ausstattung her mit Kostümen und Bühnenbild „das Größte, was wir auf die Beine gestellt haben“.

Zu einem Renner entwickelte sich nach Aussage des Intendanten das Familienmusical „Aladin“. 34.400 große und kleine Besucher kamen, um das lebendig inszenierte Stück zu sehen. Das waren rund 10.000 mehr als im vergangenen Jahr bei den „Drei Musketieren“. Im Durchschnitt waren 1140 Plätze pro Aufführung besetzt. „Das schafft uns neue Zuschauer“, freut sich Beuleke über die jungen Musical-Fans.

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Hinzu kamen die (ausverkaufte) Gala „Musical meets Pop“ und der Auftritt der „Queen Kings“ zum Saisonabschluss...

Spielen gegen den Regen

Der Sommer war zwar nicht überragend und das Wetter nicht gerade einladend. Dennoch musste keinmal ein Stück abgebrochen werden. Lediglich einmal gab es in „Rebecca“ eine zehnminütige Unterbrechung. „Sonst haben wir gegen den Regen angespielt“, schildert Beuleke. „Kostüme kann man trocknen, Tränen nicht so schnell“, sagt er schmunzelnd. Das Publikum soll halt nicht enttäuscht werden.

„Es ist alles sehr gut gelaufen“, ist der Intendant zufrieden – und wendet sich bereits der Saison 2018 zu. Auf dem langen Tisch in der Geschäftsstelle der Bühne liegen bereits erste Skizzen und stehen Modelle für das Bühnenbild von „Les Miserables“. Diese Musical werde im nächsten Jahr nur an einem Ort in Deutschland zu sehen sein“, freut sich der Intendant, dass es in Tecklenburg gezeigt wird.

Freilichtbühnen im Münsterland

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  • Die Gruselstory „Dracula“ wird als Musical in Bad Bentheim aufgeführt.

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  • Das Team freut sich nach langen Proben bereits auf sein Publikum.

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  • Neben den gruseligen Momenten spielt auch eine romantische Liebesgeschichte eine Rolle.

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  • Zu Beginn kommt ein unbekannter Graf mit Namen Dracula in deinen kleinen Ort und kauft von der Maklerin Hawkins ein altes Schloss und will weitere Objekte dazu erwerben, da er angeblich viele Gäste erwartet.

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  • Um den Grafen näher kennen zu lernen, gibt Hawkins einen Maskenball. Doch der Graf hat kein Interesse an der Maklerin, sondern verliebt sich in ein Bild von Miss Mina.

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  • Auf der Bühne geht es zwischenzeitlich drunter und drüber.

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  • Miss Mina kann nach einer Entführung durch Dracula nur von Dr. van Helsing gerettet werden.

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  • „Im weißen Rössl“ läuft auf der Freilichtbühne in Coesfeld.

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  • In dem idyllischen Gasthaus direkt am Wolfgangsee suchen die Gäste Erholung vom hektischen Alltag.

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  • Und treffen auf die schräge Rössl-Wirtin Josepha.

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  • Der bunte Haufen Reisender kommt gemeinsam zu manch unterhaltsamer Idee.

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  • Wilhelm Gieseke macht der Rössl-Wirtin klar, dass er lieber in Ahlbeck wäre.

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  • Das Stück feiert am Samstag (27. Mai) seine Premiere.

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  • Bis Anfang September finden fast jeden Freitag und Samstag eine Aufführung statt.

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  • In Werne wird das Stück „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ auf die Bühne. gebracht.

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  • Gerade bei Sonnenschein ist die Freilichtbühne in Werne sehr gut besucht.

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Freude auf die nächste Saison

Der Lizenzgeber sitzt in London und achtet mit Argusaugen darauf, dass alles so läuft, wie er es gern hätte. Zehn Hauptdarsteller gibt es in dem aufwendigen Stück. Diese müssen vorsingen, Videoaufnahmen davon gehen nach London und werden dort bewertet. Auch Lebensläufe aller Beteiligten wie Bühnen- und Kostümbildner sind einzureichen. Bis Ende September hofft Radulf Beuleke, das Okay für Darsteller und Team zu bekommen.

Zweites Musical wird „Monty Pythons Spamalot“ – gespickt mit typisch britischem Humor. Als Familienstück wird „ Peter Pan “ präsentiert. Dieses Musical, zuletzt 2011 auf der Bühne, wird komplett überarbeitet mit einer neuen Story und überwiegend neuer Musik ausgestattet, kündigt der Intendant an.

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