Erinnerungen an Krummacher
Ein großer Sohn der Stadt

Tecklenburg -

Die Geschichte Tecklenburgs ist reich an Personen, die über den engen Kreis der Stadt hinaus Bedeutung erlangt haben. Zu erinnern ist etwa an Adolf von Tecklenburg, Friedrich von Bodelschwingh oder Otto Modersohn. Einer der bedeutendsten Männer, die man diesem Kreis zuzählen muss, war ohne Zweifel Friedrich Adolf Krummacher.

Freitag, 27.10.2017, 20:10 Uhr

In den renovierten Räumen von Haus Hülshoff finden die Kurzvorträge über Friedrich-Adolf Krummacher statt.
In den renovierten Räumen von Haus Hülshoff finden die Kurzvorträge über Friedrich-Adolf Krummacher statt. Foto: Günter Benning

Die Geschichte Tecklenburgs ist reich an Personen, die über den engen Kreis der Stadt hinaus Bedeutung erlangt haben. Zu erinnern ist etwa an Adolf von Tecklenburg, Friedrich von Bodelschwingh oder Otto Modersohn.

Einer der bedeutendsten Männer, die man diesem Kreis zuzählen muss, war ohne Zweifel Friedrich Adolf Krummacher , berichtet der Geschichts- und Heimatverein (GHV). Selbst wer als Tecklenburger mit seinem Namen wenig anfangen kann, wird sich vielleicht daran erinnern, dass die Grundschule in Tecklenburg bis vor wenigen Jahren seinen Namen trug, dass sich in Tecklenburg eine „Krummacherstraße“ findet und dass das Haus mit der Nummer 2 in dieser Straße als „Krummacherhaus“ bekannt ist, an dessen Giebel eine Tafel daran erinnert, dass hier „Dr. Friedr. Adolf Krummacher“ am 13. Juli des Jahres 1767 das Licht der Welt erblickte.

Zukunft ebenso wie die Gestaltung der Gegenwart bedarf der Erinnerung an Vergangenes. Der Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg hält es daher für eine seiner vornehmsten Aufgaben, nicht vergessen zu lassen, was in der Stadt einmal war. In diesem Jahr erinnert er an den 250. Geburtstag Friedrich Adolf Krummachers und will damit das Andenken an einen Mann beleben, der zur Zeit seines Wirkens als Geistlicher und Schriftsteller an verschiedenen Stätten im Deutschland der Goethe-Zeit über die Grenzen deutscher Sprache hinaus bekannt und geschätzt war.

Dem GHV ist es gelungen, Referenten unter anderem aus dem Kreis der Nachkommen aus der weit verzweigten Familie Krummacher zu gewinnen, die über die Herkunft der Familie, ihre Niederlassung und ihr Wirken in Tecklenburg informieren werden. Weitere Vorträge widmen sich Krummachers Jahren in Hamm und Kettwig, seiner Zeit in Bernburg, die man wohl als seine wirkungsreichste bezeichnen kann, und seinem literarischen Schaffen, um schließlich mit der bescheidenen Existenz seiner letzten Jahre als Prediger an der Ansgarikirche in Bremen zu enden.

In sechs Kurzvorträgen, die jeweils einen Lebensabschnitt sowie Ansichten seines Werkes vorstellen, von Krummachers Zeit in Tecklenburg bis zu seinen letzten Jahren in Bremen, soll am Sonntag, 12. November, ab 17 Uhr eine bedeutende Gestalt aus der Geschichte Tecklenburgs wieder lebendig werden. Rezitationen aus seinen Briefen und Parabeln lassen anschaulich werden, was diesen gebürtigen Tecklenburger die hohe Achtung seiner Zeitgenossen gewinnen ließ.

Der Geschichts- und Heimatverein freut sich, als Ort der Veranstaltung erstmals Haus Hülshoff anbieten zu können, dessen Repräsentationsräume nach der Restauration in neuem Glanz erstrahlen. Ein Beitrag zu den Kosten kann durch eine Spende am Ende der Veranstaltung erfolgen. Alle Mitglieder des GHV sowie interessierte Gäste sind zu dieser Veranstaltung eingeladen.

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