Tecklenburger Gespräche
Viele Ideen für noch mehr Gemeinsamkeit

Tecklenburg -

Nein, bei Null muss man nun wirklich nicht in der ökumenischen Zusammenarbeit in Tecklenburg anfangen. Das stellten beim Gesprächsabend im Rahmen der Tecklenburger Gespräche die zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder fest. Aufgefordert, spontan einmal ökumenische Aktivitäten zu benennen, sprudelte es nur so aus den Anwesenden heraus.

Mittwoch, 22.11.2017, 20:11 Uhr

So sieht Ökumene aus: Die Pfarrer Björn Thiel (links) und Günter Witthake.
So sieht Ökumene aus: Die Pfarrer Björn Thiel (links) und Günter Witthake.

Nein, bei Null muss man nun wirklich nicht in der ökumenischen Zusammenarbeit in Tecklenburg anfangen. Das stellten beim Gesprächsabend im Rahmen der Tecklenburger Gespräche die zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder fest. Aufgefordert, spontan einmal ökumenische Aktivitäten zu benennen, sprudelte es nur so aus den Anwesenden heraus. Nur einige Punkte seien genannt: Der lebendige Adventskalender oder der Martinsumzug, die ökumenische Gräbersegnung in Leeden und das Leben in der Arche, die Gruppe Glaube und Licht, die Sternsinger und der Chor Miteinander.

Aber allein mit dem Blick auf bereits vorhandenes will man es nicht bewenden lassen, teilen die Organisatoren der Tecklenburger Gespräche mit. In seinem einführenden Referat hat Pfarrer Günter Witthake auf die Notwendigkeit konkreter Schritte aufmerksam gemacht. Zu hoffen, dass die Kirchenleitungen aktiv werden, sei das eine, viel wichtiger aber, vor Ort selbst anzufangen, weiterzugehen, neue Schritte zu wagen. Die abschließende Diskussion erbrachte eine alle Anliegen des Abends umgreifende Zusammenfassung: „Gemeinsam vertrauensvoll in die Zukunft gehen!“

Unter der Moderation von Pfarrer Björn Thiel von der evangelischen Kirchengemeinde wurden in intensiver Gruppenarbeit viele Punkte für gemeinsame Schritte benannt. Der Bereich der regelmäßigen ökumenischen Gottesdienste und der Kanzeltausch müssten intensiviert werden. Warum nicht auch in vielen Punkten eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit? Das wechselseitige Gebet für die Verstorbenen der zu Ende gegangenen Woche, der Hinweis auf wichtige Veranstaltungen der jeweils anderen Kirche müssten doch ohne große Schwierigkeiten organisiert werden können, hieß es.

Gewünscht werden auch verstärkt gemeinsame Aktionen der Kirchen im Bereich der Caritas und Diakonie sowie ein ökumenisches Gemeindefest. Bei den Jugendlichen könnten Konfirmanden und Firmlinge gemeinsame Aktionen durchführen.

Auch die Flüchtlingsarbeit wurde als gutes, ökumenisches Beispiel genannt. Man war sich im Gespräch einig, dass dieser Bereich sehr ambitioniert sei – aber warum nicht auch Großes denken und wünschen? Die Liste der Ideen, Wünsche und Projekte könnte noch um vieles erweitert werden.

Lebhaft und mit großem persönlichem Engagement wurde diskutiert. Man forderte nicht nur etwas von anderen, sondern war zum Mittun bereit. Die Pfarrer sollen sich mit dem Bereich der Gottesdienste beschäftigen. Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde und der „Runde Tisch“ von St. Michael werden gebeten, sich ihrerseits mit diesen Fragen zu beschäftigen und eine aus ihrer Sicht notwendige Rangfolge zu benennen. Auch auf den bereits arbeitenden Ökumeneausschuss kommt viel konkrete Arbeit zu.

Mehr als zufrieden zeigten sich die beiden Pfarrer über den Verlauf des Abends. Es habe sich gelohnt zu kommen, man habe Begeisterung gespürt, war der Kommentar einiger Gemeindemitglieder. Bleibt die Frage, ob sich einige der Ideen verwirklichen lassen. Die Bereitschaft zum Anpacken ist auf jeden Fall da.

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