Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg
Vielfalt des kulturellen Erbes

Tecklenburg -

Warum das kulturelle Erbe die Geschichte des Tecklenburger Landes so unverwechselbar macht, darüber berichtet am Dienstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr Dr. Andreas Eiynck aus Lingen bei einer Vortragsveranstaltung des Heimat- und Geschichtsvereins (GHV) im Kulturhaus. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Donnerstag, 11.01.2018, 13:01 Uhr

Dr. Andreas Eiynck war im Rahmen seines Studiums der Europäischen Ethnologie in Münster immer wieder im Tecklenburger Land unterwegs.
Dr. Andreas Eiynck war im Rahmen seines Studiums der Europäischen Ethnologie in Münster immer wieder im Tecklenburger Land unterwegs.

Aktueller Anlass für das Thema ist das europaweite Jahr des kulturellen Erbes 2018, das bei der Weitergabe von traditionellen Überlieferungen, Kenntnissen und Fertigkeiten viele neue Akzente setzen möchte. Mit dem kulturellen Erbe der Region kennt sich der Referent bestens aus, denn das Studium der Europäischen Ethnologie in Münster führte ihn immer wieder ins Tecklenburger Land, das für seine traditionellen Sitten und Bräuche weithin bekannt sei. Darauf weist der GHV in seiner Einladung hin.Der Eintritt kostet sieben Euro.

Überlieferte kulturelle Ausdrucksformen wie Nachbarschaften und Schützenvereine, aber auch die Feste und Bräuche im Jahreskreis sowie im Lebenslauf stehen derzeit nicht nur im Fokus der Unesco, die sich um den Erhalt des Weltkulturerbes kümmert. Auch die Europäische Union hat 2018 zum Jahr des kulturellen Erbes ausgerufen.

Der Museumsleiter in Lingen, der an mehreren deutsch-niederländischen Projekten zum kulturellen Erbe beteiligt ist, schildert zunächst einige Hintergründe zur aktuellen Thematik und erläutert diese an markanten Beispielen aus dem Tecklenburger Land. Traditionelle Bauweisen wie das niederdeutsche Fachwerk-Hallenhaus gehören ebenso dazu wie historische Agrartechniken, die das Landschaftsbild maßgeblich geformt haben. Feste und Bräuche gliedern den Jahreslauf, etwa das Piepkuchenbacken zur Fastnacht oder die vielen Hochzeitsbräuche, die zumeist auf Festelemente der alten Bauernhochzeiten zurückgehen.

Zum kulturellen Erbe einer Region gehören schließlich auch überlieferte Kenntnisse und Fertigkeiten im handwerklichen und künstlerischen Bereich. Viele traditionelle Handwerkszweige der Region sind längst untergegangen, etwa die Leinenproduktion oder das Holzschuhmachen. Heimatvereine, Museen und Heimatstuben versuchen, aussterbende Berufe zu dokumentieren und vor dem Untergang zu bewahren, etwa die Korbflechterei oder die Zucht von Sämereien für den Gartenbau. Überhaupt seien die Heimat- und Geschichtsvereine heute ein wesentlicher Träger des kulturellen Erbes, gerade auch im Tecklenburger Land.

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