Vortrag über Traditionen
Nicht jedes Kulturgut überlebt

Tecklenburg -

Das kulturelle Erbe im Tecklenburger Land ist ein Thema, das viele Menschen interessiert. Rund 70 Besucher kamen auf Einladung des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) ins Kulturhaus, um einen Vortrag von Dr. Andreas Eiynck vom Emslandmuseum Lingen zu hören.

Freitag, 02.02.2018, 20:02 Uhr

Rund 70 Besucher hörten im Kulturhaus den Vortrag von Dr. Andreas Eiynck über das immaterielle kulturelle Erbe.
Rund 70 Besucher hörten im Kulturhaus den Vortrag von Dr. Andreas Eiynck über das immaterielle kulturelle Erbe. Foto: Frank Bosse

Das kulturelle Erbe im Tecklenburger Land ist ein Thema, das viele Menschen interessiert. Rund 70 Besucher kamen auf Einladung des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) ins Kulturhaus, um einen Vortrag von Dr. Andreas Eiynck vom Emslandmuseum Lingen zu hören. Eingebettet war das Referat nach Angaben des GHV in die Aktivitäten des Vereins rund um das Europäische Jahr des kulturellen Erbes 2018. Dabei liegt der Akzent auf dem immateriellen Erbe, wie Eiynck betonte.

Welche Vielfalt von Aktivitäten zu diesem immateriellen kulturellen Erbe zu zählen ist, wurde den Zuhörern an der überaus breiten Palette von Beispielen deutlich. Es ging um die Traditionen der Schützenvereine, der Volkstanzgruppen, der Fastabende ebenso wie um die Kenntnisse von alten Handwerken, wie sie in der Leinenherstellung oder im Bergbau von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Auch Sondersprachen wie die der Tödden fanden Erwähnung.

Das Tecklenburger Land ist reich an Sagen und Mythen, wie der Referent an einigen Beispielen wie dem Hockenden Weib erläuterte. Das wird noch einmal Thema sein in einem Vortrag am 25. September.

Dr. Eiynck blickte abschließend in die Zukunft: Manch immaterielles Kulturgut werde es schwer haben zu überleben, wie die Holzschuhmacherei; anderes erlebe eine Renaissance, wie das Genossenschaftswesen.

Die anschließende Diskussion war lebhaft, vor allem weil auch darauf hingewiesen wurde, dass die Teilhabe an diesem immateriellen Kulturerbe Minderheiten religiöser oder ethnischer Herkunft schwer oder gar unmöglich gemacht werde.

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