Beschränkung auf Tempo 50
Sicher und leise durch die Kurven

Tecklenburg -

Schritt für Schritt zu mehr Verkehrsberuhigung: Tempo 30 auf der Bahnhofstraße im Bereich der Klinik ist auf den Weg gebracht, die Geschwindigkeitsbegrenzung wird seitens der Stadt beantragt. Nun geht es weiter – mit der Strecke zwischen Bahnhof und Wechter Kreisel. Dort soll künftig, so möchte es das Bürgerbündnis, Tempo 50 gelten. Bislang gibt es hier, bis auf ein kurzes Stück, keine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Montag, 05.03.2018, 22:03 Uhr

Ob es was nutzt? Seit dem vergangenen Sommer steht an der L 597 kurz vor dem Ortseingangsschild Tecklenburg der Hinweis auf den Luft- und Kneippkurort. Foto: Ruth Jacobus.
Ob es was nutzt? Seit dem vergangenen Sommer steht an der L 597 kurz vor dem Ortseingangsschild Tecklenburg der Hinweis auf den Luft- und Kneippkurort. Foto: Ruth Jacobus.

Das Bürgerbündnis hat bereits Kontakt zur Stadt und zum Kreis aufgenommen. „Dort sind alle guten Willens“, beschreibt Hartmut Hellkötter die Situation. Nur an der Umsetzung hapert es. Zuständig ist Straßen.NRW. Er sei fassungslos, wie argumentiert werde, so der Tecklenburger. Auf der Strecke vom Kreisel nach Tecklenburg hoch passiere zu wenig. Soll heißen: Es muss erst zu Unfällen kommen, bevor reagiert wird.

Für das Bürgerbündnis steht fest: „Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer behindert nicht den Verkehrsfluss, erhöht aber die Verkehrssicherheit und verringert wesentlich die Lärmbelästigung.“

Eine Einschränkung für Verkehrsteilnehmer sei nicht gegeben, denn wegen der vielen Kurven und unübersichtlichen Stellen würden verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer auch nicht schneller fahren. Ein Beschleunigen nach und Abbremsen vor den Kurven würden entfallen. Außerdem reduziere sich das gefährliche Überholen von Radfahrern, das von einem Teil der Autofahrer und sehr vielen Motorradfahrern praktiziert werde. Zudem, so das Bürgerbündnis weiter, werde der Verkehrsfluss nicht gehemmt, da im Bereich des Bahnübergangs und im Wechter Kreisverkehr sowieso geringe Geschwindigkeiten gefahren würden.

Argumentiert wird außerdem damit, dass es entlang der Straße keinen Fahrradweg gebe und vier Einmündungen von Wegen, an denen mehrere Häuser liegen und viele Zufahrten zu einzelnen Häusern. Das Bürgerbündnis hat nach eigenen Angaben festgestellt, dass Tage mit etlichen Hundert Motorradfahrern auf der Strecke eher die Regel seien. Und: „Etwa ein Drittel fährt verantwortungsbewusst mit angemessener Geschwindigkeit, etwa zwei Drittel benutzt den Straßenabschnitt jedoch durch extremes Beschleunigen und Abbremsen als Rennstrecke.“ Polizeikontrollen würden helfen, ist sich Hellkötter sicher. Doch da mangele es wohl an Personal.

Nun heißt es erst einmal abwarten, ob und wie der Landesbetrieb Straßen.NRW reagiert.

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