GAG-Schüler beim Simulationsprojekt
In die Rolle von engagierten Juristen geschlüpft

Tecklenburg -

Erneut nahmen neun Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 12 des Graf-Adolf-Gymnasiums (GAG) am MICC School, einem Simulationsprojekt zum internationalen Strafgerichtswesen, im polnischen Krzyżowa teil. Das frühere Kreisau ist ein kleines Dorf in der Nähe der Metropole Wroclaw (Breslau).

Mittwoch, 14.03.2018, 22:03 Uhr

Die Nachwuchs-Juristen des GAG: (von links) Tobias Sechelmann, Pascal Möllerherm, Klara Beerboom, Henrieke Seemann, Louis Schlathölter, Emma Völlmecke, Paul Wiechert, Tiana Marie Rogge, Julian Göx und Tristan Borgertt.
Die Nachwuchs-Juristen des GAG: (von links) Tobias Sechelmann, Pascal Möllerherm, Klara Beerboom, Henrieke Seemann, Louis Schlathölter, Emma Völlmecke, Paul Wiechert, Tiana Marie Rogge, Julian Göx und Tristan Borgertt.

Im Berghaus auf dem Schlossgelände des deutschen Adligen und Juristen Helmuth James Graf von Moltke fanden 1942 und 1943 drei geheime Treffen der Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ statt. Sie plante eine Zukunft nach Beendigung der NS-Herrschaft. Heute ist das Kreisauer Schlossgelände eine internationale Begegnungsstätte.

Das Model International Criminal Court (MICC) ist ein Simulationsspiel in englischer Sprache zu Fällen internationaler Strafgerichtshöfe in Nürnberg (1945) und Den Haag (seit 2002). Seit 2006 wird es in Kreisau durchgeführt, und durchgehend waren Gruppen des Graf-Adolf-Gymnasiums als deutsche Teilnehmer eingeladen. In diesem Jahr arbeiteten sie mit Schülerinnen und Schülern aus Polen, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kroatien und den Niederlanden zusammen. Begleitet durch MICC-Koordinator Tobias Sechelmann und Englischlehrerin Irena Schomaker setzten sie sich mit vier historischen Fällen von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit auseinander, heißt es in einem Bericht des GAG.

Die Jugendlichen übernahmen die Rollen von juristischen Anklägern, Verteidigern und Richtern und verhandelten „ihre Fälle“ nach Prinzipien des internationalen Strafrechts.

Gespräche, Workshops, Vorträge und Feierlichkeiten und die gemeinsame Unterbringung auf historischem Boden boten die Möglichkeit, ein besonderes multikulturelles Miteinander zu erleben. Die Schüler aus Tecklenburg gewannen dabei viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Freunde.

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