Zukunft der katholischen Kirche St. Hedwig
Gebäude ist gut in Schuss und wird viel genutzt

Tecklenburg-Leeden -

Wie sieht die Zukunft von St. Hedwig aus? Darüber unterhielten sich jetzt rund 40 Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen im Rahmen eines Fastenessens.

Montag, 26.03.2018, 09:03 Uhr

Beim Fastenessen tauschten sich die Gemeindemitglieder über die Zukunft der Kirche St. Hedwig aus und trugen zusammen, was dort alles stattfindet.
Beim Fastenessen tauschten sich die Gemeindemitglieder über die Zukunft der Kirche St. Hedwig aus und trugen zusammen, was dort alles stattfindet. Foto: Björn Igelbrink

Wie sieht die Zukunft von St. Hedwig aus? Darüber unterhielten sich jetzt rund 40 Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen im Rahmen eines Fastenessens. Pfarrer Peter Kossen und Diakon Ernst Willenbrink nahmen Eindrücke mit, die sie unter anderem Ende April dem Weihbischof Christoph Hegge im Rahmen seiner Gemeindehospitation mitteilen möchten. Als Mitglieder des Pfarreirates hatten Maria Beumer und Gertrud Barlag die Zusammenkunft geplant und moderiert.

Die Anwesenden trugen zusammen, welche Gruppen, Anlässe und Zusammenkünfte in St. Hedwig stattfinden: Von den Bastelarbeiten der „Mäusedamen“ über die Sternsingeraktionen bis zu den Gemeindegottesdiensten reichte die Liste.

Deutlich betonten die Diskussionsteilnehmer ihre emotionale Verbundenheit mit der Kirche, die 1961 ursprünglich als Übergangskirche gedacht war, die später ein Massivbau ersetzen sollte. „Mein Großvater hat damals mit seinem Fuhrwerk beim Kirchbau mitgeholfen“, erinnerte sich ein Teilnehmer und wünschte den Erhalt des Gotteshauses, so es denn wirtschaftlich auch vertretbar sei. „Ich habe bei der Einweihung mitgesungen“, erzählte eine Anwesende.

Die Schließung einer Kirche sei ein „Verlust von Heimat“, so der Tenor der Versammlung. Eventuell bestünde ja auch seitens des Bistums Münster Interesse am Erhalt von St. Hedwig als einem „Dokument einer bestimmten Zeit“, gaben die Teilnehmer zu bedenken.

Pfarrer Peter Kossen schilderte seine Eindrücke: Die Kirche sei für ihn „schlicht, aber gut in Schuss“. Sie „lebt von Ehrenamtlichkeit“ und sei „innerlich und äußerlich gut erhalten“. Käme niemand, „bräuchten wir St. Hedwig nicht erhalten“, spielt Kossen auf das aktive Gemeindeleben an. Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die es ehrenamtlich innen und außen aufrecht erhalten. Er fügte hinzu: „Die Kosten der Kirchengemeinde sind übersichtlich.“ Schwierigkeiten sieht der Geistliche allenfalls, „wenn teure Reparaturen anstehen“. Dennoch betont er: „Die Entscheidung fällt letztlich woanders.“

„Die Menschen vor Ort lieben dieses Gebäude“, resümierte Maria Beumer die Gespräche. Sie richtete daher im Namen aller die Bitte an Pfarrer Peter Kossen, den Erhalt von St. Hedwig voran zu treiben.

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