Neue Ausstellung im Stiftsmuseum in Leeden
Heimatverein gibt Frauen Gesicht

Tecklenburg-Leeden -

Die fünfte Sonderausstellung des Heimatvereins unter dem Titel „Kaum bekannt – Leedener Stiftsfrauen“ und dem Untertitel „Auswirkungen der Reformation in Leeden“ wurde jetzt eröffnet.

Sonntag, 08.04.2018, 23:04 Uhr

In liebevoller Kleinarbeit hat das Team des Heimatvereins Leeden die Ausstellung im Stiftshaus zusammengestellt. Nicht alle Namen der ehemaligen Abtissinnen wurden gefunden.
In liebevoller Kleinarbeit hat das Team des Heimatvereins Leeden die Ausstellung im Stiftshaus zusammengestellt. Nicht alle Namen der ehemaligen Abtissinnen wurden gefunden. Foto: Sigmar Teuber

Sonntagmorgen in Leeden. Vor dem Stiftsmuseum harken Frauen Laub vom Rasen, Männer heizen einen großen Grill an. Es ist gerade einmal elf Uhr, doch der Parkplatz vor dem Gebäude ist schon gut gefüllt. Rudolf Rogowski, Vorsitzender des Heimatvereins Leeden, hat seine Augen überall. Hier gibt es noch etwas zu richten, dort muss er mit ersten Besuchern sprechen: Die fünfte Sonderausstellung des Heimatvereins unter dem Titel „Kaum bekannt – Leedener Stiftsfrauen“ und dem Untertitel „Auswirkungen der Reformation in Leeden“ erfordert auch am Eröffnungstag seine volle Aufmerksamkeit.

Im Nachklang zum Lutherjahr 2017 gibt die Sonderausstellung einigen der Frauen ein Gesicht. „Von 50 ehemaligen Äbtissinnen und Stiftsdamen kennen wir zumindest Namen und Funktion“, berichtet Rudolf Rogowski. Darunter Frauen wie Gräfin Anna von Tecklenburg und „die drei Friederiken“, preußische Prinzessinnen und Äbtissinnen am Stift Leeden. Von sieben der Frauen gibt es Bilder, von anderen werden sie noch gesucht.

In die Vorbereitung der Ausstellung, die auch Teile der Wanderausstellung „Frauen der Reformation“ aus dem vergangenen Jahr enthält, hat die Museumsgruppe des Heimatvereins Leeden viel Arbeit investiert. Lob gab es dafür nicht nur von den eigens angereisten Kuratorinnen der Wanderausstellung, den Pfarrerinnen Vera Gronemann und Heike Bergmann vom Falkenhof-Museum in Rheine, die sich mit einem Vortrag an der Eröffnung beteiligten. Auch die Besucher, die gestern im Rahmen eines Tages der offenen Tür das Leedener Museum und die Ausstellung besuchten, sparten nicht mit Anerkennung.

Mit dem für die Ausstellung Erreichten wollen sich die Macher nicht zufrieden geben. Sie suchen weiter nach Namen und Geschichten ehemaliger Äbtissinnen. Und sie bitten die Besucher um Mithilfe. Rudolf Rogowski hat folgenden Appell verfasst:

„Helfen Sie uns, den Leedener Stiftsfrauen ein Gesicht zu geben. Taucht bei einem Ihrer Museumsbesuche, der Besichtigung eines Schlosses oder einer Burg ein Bild von einer Frau mit dem Nachnamen von Münster, von Bar, von Viereck, Grothues oder ein andere Name aus der Liste auf, die in der Ausstellung zu sehen ist, dann informieren Sie uns bitte.“

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Die Sonderausstellung ist an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen öffnet der Heimatverein die Tür des Museums nach Absprache.

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