GHV präsentiert Buch über die Landrat-Schultz-Straße
Die „Prachtstraße“ des Städtchens

Tecklenburg -

„Das Tor zur Altstadt“ ist ein neues Buch des Geschichts- und Heimatvereins über die Landrat-Schultz-Straße überschrieben. Am Freitag Nachmittag wurde es der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk steckt voller Geschichte und Geschichten.

Freitag, 27.04.2018, 21:04 Uhr

Viele Anlieger der Landrat-Schultz-Straße waren zur Buch-Präsentation gekommen. GHV-Vorsitzender Frank Bosse (kleines Bild, stehend), begrüßte sie ebenso wie Dr. Klaus Effing, Stefan Streit und Manfred Middendorf (sitzend, von links).
Viele Anlieger der Landrat-Schultz-Straße waren zur Buch-Präsentation gekommen. GHV-Vorsitzender Frank Bosse (kleines Bild, stehend), begrüßte sie ebenso wie Dr. Klaus Effing, Stefan Streit und Manfred Middendorf (sitzend, von links). Foto: Ruth Jacobus

„Was die Champs-élysées für Paris ist und die Straße Unter den Linden für Berlin, das ist die Landrat-Schultz-Straße für Tecklenburg.“ Natürlich entlockte diese Aussage von Landrat Dr. Klaus Effing dem geneigten Publikum ein Schmunzeln. Und doch, befand Bürgermeister Stefan Streit , liege er damit nicht ganz falsch. Früher wie heute sei sie die „Prachtstraße“ des Städtchens. Und eben dieser hat der Geschichts- und Heimatverein (GHV) sein neues Buch gewidmet mit dem Titel „Landrat-Schultz-Straße – Das Tor zur Altstadt“. Gestern Nachmittag wurde es im Hotel Drei Kronen der Öffentlichkeit präsentiert – und vor allem den Anliegern dieser „Prachtstraße“. Da gab es viel zu hören, nicht nur die Reden, sondern auch zwei wunderschöne Klavierstücke von Ulrike Lausberg.

GHV-Vorsitzender Frank Bosse begrüßte zahlreiche Gäste in geschichtsträchtiger Kulisse. Denn in dem Saal des Hotels steht ein Kamin, der 1918 den Weg dorthin gefunden hat. Bis dahin gehörte er zur Burg. „Solche Geschichten findet man in dem Buch“, freute sich Stefan Streit. Der Bürgermeister lobte den GHV, der sich wie kaum ein anderer Heimatverein mit der eigenen Stadtgeschichte auseinandersetze.

Das Buch ist ein Beweis dafür. Es stecke voller überraschender und spannender Geschichten und sei mit viel Herzblut entstanden, betonte Landrat Effing.

„Das Buch lebt von der Anekdote“, schilderte Marielies Saatkamp, die Hauptautorin. In jedem Haus an der Landrat-Schultz-Straße gebe es „gelebtes Leben“. Und sie erzählte von ihrer Großmutter Luise Saatkamp, geborene Prigge, die immer viele Geschichten gewusst habe. „Es ist schön, wenn man erzählende Familienmitglieder hat. Die Geschichten müssen wir bewahren.“ Und genau das macht Marielies Saatkamp mit diesem Buch.

Manfred Middendorf, der sich als Lektor um das Werk verdient gemacht hat, hielt die Laudatio. Man komme beim Lesen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, es sei ein Irrtum zu glauben, alles über die Landrat-Schultz-Straße gewusst zu haben, führte er aus und nahm die Zuhörer amüsant mit auf zwei Spaziergänge entlang der Häuser – einen aktuellen und einen historischen, wobei er stets auf die Bewohner einging. Und abschließend auf den Geschichts- und Heimatverein. Dieser stehe nicht für Heimat-Tümelei und Rückwärtsgewandheit. „Der GHV will die Erinnerungen wachhalten an die, die vor uns waren.“

Das ist mit dem neuen Buch des GHV gelungen, es ist unterhaltsam und informativ zugleich. Interessant für die Tecklenburger und auf jeden Fall auch eine lohnende Lektüre für die Besucher der Stadt, die über die „Prachtstraße“ wandeln.

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