Waldfreibad Tecklenburg
Malen, Rasenmähen, Wassercheck

Tecklenburg -

Ein Auge auf die Badegäste haben – dass ist nur ein Aspekt im Aufgabenspektrum von Schwimmmeister Meik Runde und seiner Kollegin Bianca Kraft. Sie haben einen vielseitigen Beruf.

Dienstag, 29.05.2018, 06:14 Uhr

Freuen sich über die neue Freibad-Saison: Meik Runde und Bianca Kraft sind seit dem 2. Mai auch im Tecklenburger Waldfreibad für alles zuständig – vom Rasen mähen oder Wasserkontrollen bis zur Badeaufsicht: Ihr Beruf ist besonders vielseitig.
Freuen sich über die neue Freibad-Saison: Meik Runde und Bianca Kraft sind seit dem 2. Mai auch im Tecklenburger Waldfreibad für alles zuständig – vom Rasen mähen oder Wasserkontrollen bis zur Badeaufsicht: Ihr Beruf ist besonders vielseitig. Foto: Luca Pals

Der Kaffee schmeckt, die Sonnenbrille passt, gemütlich sitzt er auf der Bank – was sich nach Urlaub anhört, ist für Meik Runde Arbeit. Und nein, sein Job besteht nicht aus Relaxen und Chillen auf der Sonnenterrasse: Auch die Öffentlichkeitsarbeit gehört zu seinem Aufgabenbereich.

Als einen richtigen Allrounder könnte man ihn bezeichnen. Ist er – zählt er seine ganzen Tätigkeiten auf – bestimmt auch. Denn er kommt aus dem Aufzählen fast nicht mehr heraus. Mathe muss eine seiner Stärken sein – mit den Temperaturen im Becken muss er sich genauso auskennen wie mit Filtern und Pumpen oder dem Kassieren am Eingang. Sein Beruf? Meik Runde ist angestellter Schwimmmeister bei der Bäder und Wasser GmbH (BWG).

An seiner Seite: Bianca Kraft , Fachangestellte für Bäderbetriebe, im Volksmund Bademeisterin. Wobei: „Bademeister sind ja eigentlich Therapeuten im Rehabereich“, weiß Bianca Kraft. Reha ist nicht ihr Feld. Entspannung da schon eher. Seit dieser Saison hat das Waldfreibad Tecklenburg eine feste Fass-Sauna. Zurzeit macht Bianca Kraft eine Fortbildung zur Sauna-Meisterin: Bedingung für die „Schwarze Sauna“ – schwarz, weil sie per Holzofen betrieben wird. Die Sauna ist ein Geschenk des Fördervereins.

Vor dem ersten Sprung ins Wasser musste erst einmal eine Menge abgearbeitet werden. Die „Auswinterung“ stand an. Größter Punkt: das Wasser einlassen. „Wir haben an fünf Tagen am Stück insgesamt 1 400 000 Liter Wasser ins Becken gefüllt“, erzählt Bianca Kraft. Per Sonderregelung hieß es auch nachts: Wasser marsch. Dazwischen geplatzt ist ein Rohrbruch. Der Wasserstand musste um ein Drittel abgesenkt werden, zum Start war aber wieder alles bereit.

Ansonsten hieß es vorher: malen was das Zeug hält. Dem Gelb des Drei-Meter-Turms sah man doch die vergangenen Jahre an. Bianca Kraft griff zu Farbe und Pinsel: „Das machen wir alles – natürlich sind wir keine Maler-Profis.“ Rasenmähen, Arbeiten am Becken und die Wasserkreisläufe beobachten – es kommt einiges zusammen.

Und nicht zu vergessen: Die Aufsicht muss auch gemacht werden. An vollen Tagen (etwa 500 bis 600 Gäste) gibt es zusätzliches Personal. Meik Runde: „Rettungskräfte brauchen mindestens das Abzeichen Rettungsschwimmer Silber.“ Doch solche Personen gebe es zu wenige, auch der Nachwuchs bei den Schwimmmeistern fehle. Bianca Kraft erklärt: „Wir arbeiten auch an Feiertagen und Wochenenden. Das schreckt viele ab.“

Animation und Marketing wird gewuppt, das Hygiene-Hilfsbarometer muss kontrolliert werden – stimmen Chlor und pH-Werte sowie die Wassertemperatur? Minimum sind 23 Grad. Vieles muss morgens vor der Öffnung schon erledigt sein. Um 6.30 Uhr kommen die ersten Gäste – seien es Rentner oder hoch motivierte Arbeiter. Heißt: Bei Frühschichtlern, wie es Bianca Kraft manchmal ist, klingelt der Wecker um 5 Uhr. Da muss es doch etwas geben, was die Beiden morgens mit Freude an die Arbeit denken lässt? Meik Runde: „Dieses Bad ist sehr persönlich. Wir sind uns alle sehr nah – das Team und auch die Badegäste.“

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