Besuch aus Düsseldorf informiert sich
Hauptamtliche Beauftragte für Inklusion gefordert

Tecklenburg-Ledde -

Claudia Middendorf hat im Rahmen ihrer Sommertour die Ledder Werkstätten besucht. Die 49-jährige Dortmunderin ist seit Oktober Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten. Die Diplom-Sozialpädagogin möchte die sozialen Einrichtungen in NRW näher kennenlernen und sich bei Trägern vor Ort ein persönliches Bild machen.

Dienstag, 17.07.2018, 08:00 Uhr

Gemeinsam mit zwei Schulpraktikanten besuchte Claudia Middendorf (4. von links) die Ledder Werkstätten.
Gemeinsam mit zwei Schulpraktikanten besuchte Claudia Middendorf (4. von links) die Ledder Werkstätten.

In Ledde freuten sich Susanne Hielscher , Angelika Grunwald, Uwe Spellmeyer und Patrick Tenkhoff vom neuen Gesamtwerkstattrat sowie LeWe-Geschäftsführer Ralf Hagemeier, Horst Dölling (Kaufmännische Leitung), Geschäftsleiterin Marianne Büscher und Werkstattleiter Andreas Laumann-Rojer über dieses Interesse.

„So ein engagierter Werkstattrat ist schon etwas Besonders“, sagte Middendorf anerkennend, nachdem die Beschäftigten-Vertreter um Vorsitzende Susanne Hielscher ihre Arbeit in groben Zügen vorgestellt hatten. Besonders imponierte der Christdemokratin, dass der Werkstattrat seit Jahren sogenannte Kennenlern-Gespräche führt.

Middendorf, viele Jahre in Leitungsfunktion einer Werkstatt des Hagener Caritasverbandes, erkundigte sich nach der Rolle der Vertrauensperson des Werkstattrates, Entgeltsystem und Gesundheitsprävention. Die bilde sich an vielen Stellen ab, beispielsweise über arbeitsbegleitende Maßnahmen, Rehasport, die hauseigene Krankengymnastik und Ergotherapie oder das Netzwerk mit Vereinen der Region, so Hagemeier.

Der Geschäftsführer kritisierte, dass im Rahmen der aktuellen Diskussion um Inklusionsbeiräte, auch im Kreis Steinfurt, die Vertretungsgremien von Werkstätten nicht berücksichtigt würden. Menschen mit Behinderung, die demokratisch legitimierte Sprecher der Menschen einer Einrichtung seien, würden in die politische Diskussion in der Regel nicht einbezogen. „Wir brauchen hauptamtliche Beauftragte für Inklusion in Kommunen und Kreisen“, so Middendorf.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5911968?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Nachrichten-Ticker