Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg
Gehörtes zum Nachlesen

Tecklenburg -

Der Turm der Tecklenburger Stadtkirche auf dem Einband macht gleich deutlich, um was es in dem Buch geht: Kirchengeschichte. Genauer gesagt, „500 Jahre Reformation im Tecklenburger Land“. Da war doch was? Ja, eine gleichnamige Vortragsreihe des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) Tecklenburg. Das jetzt vorliegende Buch fasst diese Reihe zum Nachlesen zusammen.

Samstag, 28.07.2018, 06:35 Uhr

Präsentieren das Buch „500 Jahre Reformation im Tecklenburger Land“ mit dem Titelmotiv – die Tecklenburger Stadtkirche – im Hintergrund (von links): Professor Dr. Norbert Ammermann, Frank Bosse, Meike Beßmann-Bosse, Eva-Maria Wesselmann, Dr. Alfred Wesselmann und Heinrich Pelle.
Präsentieren das Buch „500 Jahre Reformation im Tecklenburger Land“ mit dem Titelmotiv – die Tecklenburger Stadtkirche – im Hintergrund (von links): Professor Dr. Norbert Ammermann, Frank Bosse, Meike Beßmann-Bosse, Eva-Maria Wesselmann, Dr. Alfred Wesselmann und Heinrich Pelle. Foto: Michael Baar

„Schon während der Vorträge ist von verschiedenen Seiten der Wunsch an uns herangetragen worden, die Vorträge in einem Buch zusammenzufassen“, erläutert Frank Bosse . Der Verein betrete damit kein Neuland, so der Vorsitzende. Bereits in den vergangenen Jahren sind so Vortragsreihen dokumentiert worden. „Das ist ganz beliebt, wenn man das im Vortrag Gehörte noch mal nachlesen kann“, ist er überzeugt. Obwohl: „Dass jemand während eines Vortrags eingenickt ist, habe ich noch nicht gesehen“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Unabhängig vom Buch sind die Protagonisten davon überzeugt, dass die Vortragsreihe die ökumenische Zusammenarbeit, nicht nur in Tecklenburg, gefestigt hat. Als Beispiel verweist er auf den ökumenischen Gesprächskreis. Die Reformation als Thema habe da natürlich mannigfache Berührungspunkte ergeben.

Dr. Alfred Wesselmann nennt einen weiteren Aspekt, der bei der Planung der Vortragsreihe bereits eine wichtige Rolle gespielt hat. „Im Luther-Jahr wollten und konnten wir nicht mit den bundesweiten Veranstaltungen konkurrieren.“ Man habe sich bewusst auf das Tecklenburger Land konzentriert.

Gemeinsam mit Heinrich Pelle hat er die Reihe organisiert. Als große Hilfe habe sich erwiesen, Professor Dr. Norbert Ammermann bei der Suche nach Referenten mit ins Boot zu holen. So sei es zu einem guten Mix gekommen: Hochkarätige Fachleute, Experten aus der Region und eine Nachwuchskraft. Als da waren der Historiker und Theologe Professor Dr. Dr. Harm Klueting, Historikerin und Archivarin Dr. Stephanie Marra, der Heimatkundler Josef Bröker (Ibbenbüren), Philip Prinzmeier (Uni Osnabrück) und der Historiker Frank-Michael Kuhlemann.

Was dem GHV zustatten gekommen ist: Die Referenten haben ihre Manuskripte unentgeltlich für das Buch zur Verfügung gestellt. Und in Wilhelm Kienemann von der Buchhandlung Howe-Kienemann hat der Verein einen Buch-Experten an seiner Seite.

Beim Nachlesen, da ist sich Frank Bosse sicher, wird ein Aspekt auffallen, auf den der GHV großen Wert legt: „Geschichtsinteressierten im Tecklenburger Land die Historie verständlich nahezubringen.“ Das hätten alle Referenten geschafft. Trotz ihres großen Fachwissens habe sich keiner in Details verloren, lobt er. Dass Dr. Christof Spannhoff (Lienen) als ausgewiesener Experte gerade für die Geschichte des Tecklenburger Landes nicht mit einem Vortrag in der Reihe vertreten war, ist für den GHV-Vorsitzenden ein Zufall. „Er ist uns immer sehr willkommen.“

Eines ist ihm in diesem Zusammenhang wichtig zu erklären: „Wir müssen bei den Vorträgen Eintritt nehmen, weil die Referenten ja Honorare erhalten.“ Das Buch sei nur dank der Hilfe von Kienemann und Sponsoren zu realisieren gewesen. Für die Optik zeichnen zwei langjährige Fachfrauen verantwortlich. Das Layout hat Eva-Maria Wesselmann übernommen – „mir macht das Spaß“ – und für die Cover-Gestaltung zeichnet Meike Beßmann-Bosse verantwortlich.

Wie bei den Vorträgen wird im Buch die Zeit seit 1517 in Jahrhundert-Schritten durchmessen und die evangelische Theologie dabei in einen großen Kontext eingeordnet. So beschreibt es Alfred Wesselmann. Norbert Ammermann weist auf eine weitere Besonderheit hin: Erstmals seien die Protokolle der Kreissynoden aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts systematisch ausgewertet worden.

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„500 Jahre Reformation im Tecklenburger Land“ ist ab sofort in der Buchhandlung Howe-Kienemann in Tecklenburg und weiteren Buchhandlungen für 9,95 Euro erhältlich. ISBN: 9783 925-147-37-1.

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