Erster Brochterbecker Garagenflohmarkt
Dachböden gründlich aufgeräumt

Tecklenburg-Brochterbeck -

Rote Luftballons an den Hofeinfahrten zeigten, wo die Freunde des Feilschens und des Trödels richtig waren. Sonntagmorgen, als die Kirchenglocken noch läuteten, schlugen die ersten Aussteller schon ihre Zelte auf für den ersten Brochterbecker Garagenflohmarkt. „Wir waren alle sehr positiv überbracht, mit wie viel Engagement die Brochterbecker hinter dieser Aktion stehen. Zu den 64 vorab angemeldeten Interessenten sind am  Sonntag noch über 25 weitere hinzugekommen“, zieht André Slaar ein positives Fazit.

Dienstag, 11.09.2018, 15:46 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 15:46 Uhr
Gute Laune hatten Anbieter und Kunden gleichermaßen. Vor den Häusern in Brochterbeck wurden die Waren ebenso feilgeboten wie auf dem Heinz-Lienkamp-Platz.
Gute Laune hatten Anbieter und Kunden gleichermaßen. Vor den Häusern in Brochterbeck wurden die Waren ebenso feilgeboten wie auf dem Heinz-Lienkamp-Platz. Foto: Heinrich Weßling

Rote Luftballons an den Hofeinfahrten zeigten, wo die Freunde des Feilschens und des Trödels richtig waren. Sonntagmorgen, als die Kirchenglocken noch läuteten, schlugen die ersten Aussteller schon ihre Zelte auf für den ersten Brochterbecker Garagenflohmarkt. „Wir waren alle sehr positiv überrascht, mit wie viel Engagement die Brochterbecker hinter dieser Aktion stehen. Zu den 64 vorab angemeldeten Interessenten sind am  Sonntag noch über 25 weitere hinzugekommen“, zieht André Slaar ein positives Fazit.

„Wir von der IG haben diese Idee aus der Bürgerschaft aufgenommen“, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft. Viele hätten sich miteinbringen wollen. Bewusst habe man die Aktion auf Anbieter aus Brochterbeck beschränkt.

Viele nutzten die Gelegenheit, Dachboden oder Keller aufzuräumen und nicht mehr benötigte Dinge zum Verkauf anbieten. So auch Familie Strehnisch. Mutter Marion und ihre beiden Söhne Marcel (13) und Axel (15). Für die Kinder war  die Aktion mit einem weinenden und einem lachenden Auge verbunden. Axel: „ Mama, ich weiß noch, als wir damit gespielt haben.“  So wurden viele Kindheitserinnerungen geweckt.  Und für Marcel sollte es ein Neustart werden. „Ich spare heute schon für ein Motorrad. Und da kann ich jeden Cent benötigen“, sagte der jüngere ganz spontan.  

Für Mutter Marion war es schon sehr überraschend, was sich alles fand: „Ich habe mich sehr erschrocken,  als wir den Boden aufgeräumt haben.“  Auch das rege Interesse der Besucher hatte sie nicht erwartet. „Ich dachte, wir sitzen hier alleine. Aber dem ist nicht so.“ Zusammen mit ihre Nachbarin hatte sie diesen Flohmarkt  aufgebaut.  „Wenn heute Abend nicht alles weg ist, dann werden wir das aufteilen. Ein Teil kommt in die Tonne, einen Teil geben wir ab für Sozialbedürftige oder verkaufen es im Internet. Und der Rest kommt wieder auf den Balken. Wenn in einigen Jahren wieder Flohmarkt ist, stehen wir nicht mit leeren Händen da.  Wir sind wieder dabei.“

Solche Aussagen freuen André Slaar. „Nach dem erfolgreichen Flohmarkt werden wir Bilanz ziehen und schauen, in welchem zeitlichen Abstand wir das wieder veranstalten. Das Interesse ist da.“  

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